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Heimisch werden durch Geschichte

Ústí nad Labem 1945-2017, Veröffentlichungen des Collegium Carolinum 144

Erschienen am 09.08.2021, 1. Auflage 2021
70,00 €
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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783525336113
Sprache: Deutsch
Umfang: 376 S.
Format (T/L/B): 3 x 23.6 x 16.5 cm
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

Die Studie untersucht, wie in einer Stadt, deren Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg zu großen Teilen ausgetauscht wurde, Prozesse des Heimischwerdens abliefen und auf welche Weise die Identifikation der neuen und der ehemaligen Bewohner mit der Stadt seit 1945 erfolgte. Heimat wird hier als ein soziales Konzept" verstanden und die oftmals widersprüchlichen Prozesse der lokalen Aneignung werden in den Mittelpunkt der Analyse gestellt. Es geht zwar auch im die offiziellen Bestrebungen der so genannten Tschechisierung, doch nur insoweit diese sich in der individuellen menschlichen Sinngebung an einem erstmals fremden Ort niederschlagen bzw. von den Akteuren vor Ort angeeignet werden. Die Arbeit liefert somit eine Vielzahl von weiterführenden und originellen Beobachtungen für die Fragestellung, wie durch Geschichtsbezüge Orientierung in der Gegenwart hergestellt und Menschen ermöglicht wird, sich eine zunächst fremde Umgebung anzueignen.

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DE 37073 Göttingen

Autorenportrait

Dr. Frauke Wetzel ist Kulturwissenschaftlerin und Kulturmanagerin. Sie studierte an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder und an der Masaryk-Universität Brno/Brünn.

Rezension

Am Beispiel der Stadt Ústí nad Labem untersucht die Arbeit den Prozess der Wiedereingliederung des böhmischen Grenzlandes in das tschechoslowakische Staatsgefüge nach 1945.

Die Studie untersucht, wie in einer Stadt, deren Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg zu großen Teilen ausgetauscht wurde, Prozesse des Heimischwerdens abliefen und auf welche Weise die Identifikation der neuen und der ehemaligen Bewohner mit der Stadt seit 1945 erfolgte. Im Vordergrund stehen die Neudeutungen der regionalen Vergangenheit in Symbolen, Erzählungen und kulturellen Einrichtungen. Die Arbeit liefert eine Vielzahl von weiterführenden und originellen Beobachtungen für die Fragestellung, wie durch Geschichtsbezüge Orientierung in der Gegenwart hergestellt und Menschen ermöglicht wird, sich eine zunächst fremde Umgebung anzueignen.

Schlagzeile

Die Studie untersucht, wie in einer Stadt, deren Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg zu großen Teilen ausgetauscht wurde, Prozesse des Heimischwerdens abliefen und auf welche Weise die Identifikation der neuen und der ehemaligen Bewohner mit der Stadt seit 1945 erfolgte. Im Vordergrund stehen die Neudeutungen der regionalen Vergangenheit in Symbolen, Erzählungen und kulturellen Einrichtungen. Die Arbeit liefert eine Vielzahl von weiterführenden und originellen Beobachtungen für die Fragestellung, wie durch Geschichtsbezüge Orientierung in der Gegenwart hergestellt und Menschen ermöglicht wird, sich eine zunächst fremde Umgebung anzueignen.