Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783825282233
Sprache: Deutsch
Umfang: 376 S., 64 s/w Illustr.
Format (T/L/B): 2.7 x 24 x 17 cm
Einband: kartoniertes Buch
Beschreibung
War in den 1980er Jahren schon einmal die Frage im Raum gestanden, ob die Kunstgeschichte am Ende sei, hat sich unser Fach seit dem nicht nur als lebensfähig erwiesen, sondern ein enormes Potential zu einer rasanten Weiterentwicklung offenbart. Eine Art Globalisierungsprozess hinsichtlich des einbezogenen Materials sowie die Vervielfältigung der methodischen Ansätze machen es den Studierenden wie Kunstinteressierten jenseits des Universitätsbetriebs schwer, sich in der Fülle des Angebots zu orientieren. Das vorliegende Buch legt daher bewusst rote Fäden durch die visuellen Medien Architektur, Skulptur, Malerei, etc., die zwischen dem 1. Jh. n. Chr. und dem Übergang von der Romanik zur Gotik in Europa sowie in den an das Mittelmeer südlich und östlich angrenzenden Ländern zur Anwendung kamen. Es zeigt kunstimmanente Zusammenhänge auf, versteht die einzelnen Werke aber zugleich als Stimmen in einem umfassenden Diskurs.
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Hersteller:
Böhlau, Imprint der BRILL Österreich GmbH
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Autorenportrait
Prof. Dr. Martina Pippal lehrt am Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien.
Inhalt
1. Die Ausgangssituation (1. Jh. n. Chr.) 1.1 Jesus: Das kristallklare Judentum 1.2 Das (Reform-)Judentum eine Wortreligion 1.3 Das alttestamentliche Bilderverbot 2. Die Anfänge der christlichen Kunst (2./3. Jh.) 2.1 Jesus = Christus 2.2 Die Ausbreitung des Christentums 2.3 Lockerung des Bilderverbots 2.4 Kirche = Gemeinde 2.5 Christliche Kunst in the making 2.6 Zeit der Umbrüche 3. Rom als absolute Monarchie (um 300) 3.1 Die Tetrarchen 4. Konstantinische Wende und Verstaatlichung des Christentums (1. Hälfte 4. Jh.) 4.1 Mulvische Brücke und Toleranz-Edikt 4.2 Konstantin d. Große als Alleinherrscher 4.3 Nach dem Durchzug durch das Rote Meer 5. Klassizismen von Kaiser Julianos Apostata bis Papst Sixtus III. (361-Mitte 5. Jh.) 5.1 Das Christentum im Gegenwind 5.2 Im Aufwind 5.3 Die Hofkunst Theodosius d. Großen 5.4 Klassizismus auf Mailänder Art 5.5 Die Einnahme Roms und die Sixtinische Renaissance 5.6 Ravenna als Hauptstadt 6. Methexis statt Mimesis Die Teilhabe am Göttlichen (5./6. Jh.) 6.1 Ephesos 6.2 Syrien 6.3 Ravenna unter den Ostgoten 6.4 Rom 6.5 Konstantinopel vor Justinian d. Großen 6.6 Die Zeit Kaiser Justinians d. Großen 6.7 Syrien 6.8 Ägypten die Kopten 7. Neue Marktstrukturen im Westen (5.-8. Jh.) 7.1 Gallien Westgoten und Franken 7.2 Die Iberische Halbinsel das Reich der Westgoten 7.3 Italien Rom und die Langobarden 7.4 Der insulare Bereich 8. Das Verbot der Bilder (7./8. Jh.) 8.1 Die Erneuerung des Bilderverbots im Islam 8.2 Der Bilderstreit das Ende der frühbyzantinischen Zeit 8.3 Machtschwund der Byzantiner in Italien 9. Die Renovatio Imperii unter den Karolingern (Mitte 8. Jh. 814) 9.1 Das Frankenreich im 8. Jahrhundert 9.2 Insulare Filiationen und politischer Widerstand 9.3 Der Weg zur Kaiserkrönung 9.4 Karl d. Große als Kaiser 10. Renaissancen in Asturien, Rom und Byzanz (9. - 10. Jh.) 10.1 Rückgriffe in Asturien 10.2 Die Paschalis-Renaissance in Rom 10.3 Byzanz nach dem Bilderstreit 11. Die Verkirchlichung des Staates in der spätkarolingischen Zeit (814 um 900) 11.1 Dezentralisierung und Idiolekte 11.2 Spätkarolingische Architektur am Beispiel Corvey 12. Restauration: England unter dem Hause Wessex, das Römisch-Deutsche Reich unter den Ottonen (um 920 1024) 12.1 England 12.2 Die Konsilidierung des Römisch-Deutschen-Reichs Heinrich I. bis Otto III. 12.3 Die Zeit Heinrichs II. 13. Imperium und Sacerdotium im Kampf (1024 1250) 13.1 Das Römisch-Deutsche Reich unter den Saliern 13.2 Beweglichkeit und Austausch 13.3 Das Schisma von 1054 13.4 Griechisches im Westen 13.5 Exuberanz und Askese Neuerungen in Architektur und Skulptur 13.6 Selbstbewusstsein Selbstbehauptung 13.7 Der perpetuierte Konflikt unter den Staufen