Beschreibung
Im Konzept der Familienwerft sind die Entwicklungen von wirtschaftlichem Betrieb und Familie untrennbar miteinander verknüpft. Zentral sind folglich Aspekte von Generationenwechsel und Nachfolge, die aus kulturanthropologischer Perspektive betrachtet werden. Indem die Autorin nach familiären Strategien der Kontinuitätssicherung fragt, analysiert sie zugleich die Sozialisation der heutigen Werftchefs im Kontext des Familienunternehmens und die hier wirksamen Strukturen des spezifischen Werftmilieus. Dabei werden werft- und familiengebundene Traditionen beleuchtet und so Kontinuitätslinien und Wandlungsprozesse nachgezeichnet. Ziel ist die Offenlegung der hinter den sichtbaren Abläufen stehenden Logik der Familienwerft und die Erforschung des soziokulturellen Kontextes, der die Mentalität der Werftfamilien prägt. Als Quellenmaterial dienen neben Interviews mit den Werftchefs Unternehmens- und Familienchroniken sowie Videomaterial und Zeitschriftenberichte. Im Fokus stehen die Meyer Werft (Papenburg), die Abeking & Rasmussen Werft (Bremen), die Böbs-Werft (Travemünde) und die Heinrich Harbisch Werft (Duisburg).
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Autorenportrait
Dr. Oliwia Murawska. 2010 Abschluss des Studiums der Volkskunde/Europäischen Ethnologie im Hauptfach und der Wirtschaftspolitik und Anglistik im Neben fach an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster mit einer publizierten Magisterarbeit zu "Die Ökonomie von Erntedank. Feldfrüchte als Güter und Gaben"; 2010 bis 2016 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Volkskunde/Europäische Ethnologie in Münster; 2015 Promotion bei Prof. Dr. Andreas Hartmann; Veröffentlichung der Dissertationsschrift 2015 unter dem Titel "Die Familienwerft . Strukturen, Traditionen, Nachfolge"; seit 2016 Lehre und Forschung als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft im Fach Kulturanthropologie/Volkskunde der JGU Mainz. Habilitationsprojekt zum Th ema "Die Kaschubei: Die Erweckung einer Land schaft ", betreut von Prof. Dr. Michael Simon. Zu den Forschungsschwerpunkten zählen außerdem die Ökonomische Anthropologie, die Unternehmenskulturforschung, Mensch-Natur-Beziehungen sowie Zeit- und Überlieferungskonzepte. Mitglied der AG "Posthuman. Perspektiven auf Natur/Kultur" im Forschungszentrum für Sozial- und Kulturwissenschaft en Mainz (SOCUM).
Rezension
[...] es [ist Oliwia Murawska ...] gelungen aufzuzeigen, wie untrennbar die Entwicklungen von Familien und wirtschaftlichen Betrieben miteinander verknüpft sind. – Horst-Christian Knoll in: Binnenschifffahrt, 10/2015
Die Autorin hat aus 210 Veröffentlichungen 784 Quellen, Anmerkungen, Hintergrunderläuterungen und Zitaten angegeben, aus denen sie zitiert oder auf sie durch Hinweise aufmerksam gemacht hat. Eine beachtliche Leistung. – Aus: navalis, 2/2015
Die Arbeit überzeugt durch großen Kenntnisreichtum und eine dichte, gut strukturierte Darstellung. Beeindruckend ist das breite methodische und analytische Spektrum, das Oliwia Murawska ausbreitet. – Norbert Fischer in: Rheinische-Westfälische Zeitschrift für Volkskunde, LXI/2016
Oliwia Murawska schafft es in ihrer Dissertation, wichtige Aspekte der Unternehmensnachfolge aus kulturwissenschaftlicher Perspektive zu identifizieren und die hierfür relevanten Fragen an das Untersuchungsmaterial zu richten. Damit ist ihr eine lesenswerte Publikation gelungen, die unter anderem Erkenntnisse zur Arbeits-, Familien- und Zeitforschung liefert. – Karin Lahoda in: Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, 2017
Inhalt
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