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Im Zwischenland

Rhapsodien

Erschienen am 25.03.2022
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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783962581022
Sprache: Deutsch
Umfang: 220 S.
Format (T/L/B): 2.4 x 21.8 x 14.8 cm
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

"Die Sätze, Texte, Gedichte, Gedankensplitter bieten in ihrer rhapsodischen Gestalt dennoch eine formbewusste, unnachgiebige Auseinandersetzung mit der Welt, die solche Versenkung zudem zu einem Schlüssel einer authentischen Ansicht der Gegenwart macht. Diese ist nicht nur an den mitunter sehr konkreten lebensweltlichen Themen wie etwa dem tausendfachen Tod von Flüchtlingen im Mittelmeer und seinem Reflex im europäischen Alltagsleben abzulesen, sondern auch an der Sichtbarwerdung einer generellen Haltung zu diesen Zeitfragen. "Das Mittelmeer, mare nostrum, das in uns hineinstirbt, Schlauchboot für Schlauchboot. Die Fernsehbilder lassen sich wegschalten. Noch." Es hallen diese Sätze nach, und ihr Widerhall taucht wie aus Abgründen auf, wenn plötzlich wieder ein ähnlicher Klang sich einstellt. Die Lektüre dieser plastischen und zugleich transzendierenden 780 Satz-Texte lässt erahnen, wie sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts Lesende in ein Verhältnis zur Erkenntnis setzen können. ,Selten habe ich in der Gegenwartslyrik für unendliche Verlassenheit poetische Bilder von solch tragischer Ironie gefunden,' schrieb zutreffend der Kritiker Walter Hinck zu Buths Lyrik und diese Trauer über die bereits je gegebene Vergänglichkeit kennzeichnet auch die vorliegende Sammlung. Aber gerade darin liegt auch ein Teil ihrer Provokation: Dem Ernst eines Blicks auf den Umgang der Kreatur mit sich selbst sind nur wenige der üblichen kurrenten Welterklärungsmodelle gewachsen. " Markus Bauer (aus dem Vorwort)

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Hersteller:
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Pfalzburger Str. 69
DE 10719 Berlin

Autorenportrait

Matthias Buth, geboren in Wuppertal-Elberfeld, ist Lyriker und Essayist, zudem Jurist. Seit 1973 veröffentlichte er über zwei Dutzend Gedicht- und Prosabände. Texte von ihm wurden u.a. ins Rumänische, Polnische, Französische, Englische, Arabische, Türkische und Kroatische übersetzt und zahlreich vertont, so von Thomas Blomenkamp, Abel Ehrlich, Bernd Hänschke und Violeta Dinescu. In der internationalen Lyrikreihe "Poesiealbum" erschien 2018 die Auswahl "344", zusammengestellt von Helmut Braun. Die Bände "Der Schnee stellt seine Leiter an die Ringmauer" und "Der Himmel über Rösrath" mit zeithistorischen Feuilletons publizierte er 2019 und 2021. Die Lyriksammlungen "Weiß ist das Leopardenfell des Himmels" und "Die weiße Pest - Gedichte in Zeiten der Corona", die in den letzten Jahren bei PalmArtPress herauskamen, wurden u.a. in der FAZ und im WDR vorgestellt. Matthias Buth ist seit 2016 mit politischen Feuilletons in Deutschlandfunk Kultur zu hören.

Rezension

Eine Vielfalt von aktuellen Eindrücken und Gedanken hat der Rösrather Autor Matthias Buth in seinem neuen Buch "Im Zwischenland" zusammengetragen. Der Titel bezieht sich auf den Ort, an dem er seine Betrachtungen anstellt - auf Deutschland, das er als "Zwischenland zwischen Ost und West, Kultur und Zivilisation, Dazugehören und Verweigern, Seele und Tod, Auschwitz und Weimar, Kant und Luther" charakterisiert. In 780 "Rhapsodien" gestaltet Autor Matthias Buth ein Kaleidoskop unserer Zeit. – Thomas Rausch, Kölner Stadt-Anzeiger

Wortkombinationen und Bilder, die nachhallen, die in ihrer Dichte oft aussagekräftiger sind als ausuferndes Geschreibe. Buth widmet sich in seinem Buch allgemein dem Leben, hat eine große Variationsbreite an Punkten in seiner Auseinandersetzung mit der Welt. - Bernadette Brutscheid, WZ

Versteht man die Buth'schen Texte als Ausschnitte aus dem Alltag, entfaltet sich ein buntes, allumfassendes Mosaik des Menschendaseins. Es ist als ob der Leser die Welt bereist und mit seinem Blick bruchstückhaft Bilder erhascht, wie Filmsequenzen vorüberziehend. (...) Lange wirken die Gedichte von Matthias Buth nach, Wort für Wort hallen sie in uns nach und warten darauf, dass man selbst Antwort gibt. Sie berühren das Gemüt, die Seele und den Verstand in gleichem Maße, man möchte sie lesen, man möchte sie manchmal auch vorgelesen bekommen, manchmal sogar malen. Sie sind eine synästhetische Gabe eines raffinierten Poeten, für den der Leser nur begeistert schwärmen kann. - Maria Muscan, Spiegelungen 1/24

O ja, ein warmer Mantel ist dieses Buch. Überaus fein bestickt mit Menschlichkeit. - Wolfsmehl, Dramatiker

Buths Rhapsodien sind ekstatische Gedichte, Leserseelen eindringlich eingehaucht, das Spiel mit Worten - ist es wirklich nur ein Spiel?. . . Björn Hayer schreibt in der Berliner Zeitung über Matthias Buth: 'Man trifft immer wieder auf poetische Leuchttürme, die mithin ein neues, fast blendendes Licht auf unsere Gegenwart werfen.' Wen wundert es, denn im 'Zwischenland' erleuchtet, anders als im antiken Zwischenreich, die Hoffnung den Weg. - Nina May, Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien

Die Texte, die Matthias Buth hier zusammengetragen hat, sind einerseits jeder für sich lesbar, können aber auch als organisches 'Gesamt-Werk' verstanden werden. Oder als täglicher Steinbruch, in dem man einfach stöbern und sich überraschen lassen kann. Abgedeckt wird – wenn man so will – die gesamte menschliche Existenz mit Gefühlen, (europäischer) Geschichte, Philosophie, Kunst und Musik, Reisen, Alltag, Alter und Glaube, inklusive einiger weniger kompletter Gedichte, die eingestreut sind. Es gibt Texte, die aus nur einer Zeile, sogar aus nur einem Wort bestehen – und längere, aber nie lange. - Stefan Seitz, Wuppertaler Rundschau

Matthias Buth hat seine Rhapsodien in wahrer und klarer Dichtersprache geschrieben, mit Raffinesse und mit viel unaufdringlicher, aber wirksamer philosophischer Weisheit. Dieses Buch sollte man haben, um es ganz zu lesen oder um immer mal wieder reinzuschauen. Inspirierend über den Tag hinaus. – Matthias Ehlers, WDR

Der Sänger liest die Uhr im Auge des Alls" – Der Rhapsode Matthias Buth über das "Zwischenland" Deutschland und die politische Dimension von Literatur. – Interview mit Dr Martina Pfeiffer, Kulturring, Berlin

Leseprobe

12 Anmut, ein Wort, das nach Anfang und Mut klingt, eine Obertonreihe. Selten kann man sie hören.

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