0

Schicksale

Verloschene Lichter IV - Ein früher Zeitzeugenbericht über die Opfer der Schoah, Verloschene Lichter 4

Erschienen am 29.01.2024, 1. Auflage 2024
48,00 €
(inkl. MwSt.)

Lieferbar innerhalb 1 - 2 Wochen

In den Warenkorb
Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783987370021
Sprache: Deutsch
Umfang: 694 S.
Einband: Paperback

Beschreibung

Die Tetralogie 'Verloschene Lichter ist die Schilderung von bloß fünfzehn Monaten Hitlerhölle. Das ist nur ein Fragment der Vernichtung und nicht einmal das grausamste, wenn man von außen darauf schaut.' Mordechai Strigler, 1950 Bereits kurz nach seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager Buchenwald im April 1945 begann Mordechai Strigler, seine Erfahrungen in den Lagern des besetzten Polens literarisch zu verarbeiten. Wie kaum ein anderer Zeitzeugenbericht beschreibt Striglers Text mit beispielloser Schonungslosigkeit die Lagerorganisation und das Lagerleben sowie den Umgang der jüdischen Gefangenen untereinander. In 'Schicksale' schildert Strigler die Zeit vom Winter 1943/44 bis zur Schließung der Munitionsfabrik und Vorbereitung der Evakuierung der Häftlinge im August 1944. Er konzentriert sich dabei auf die Menschen in Werk C des Arbeitslagers Skarzysko-Kamienna und ihre Beziehungen zueinander. Das Eintreffen von assimilierten und getauften, aber auch deutsche Juden aus Krakau im Lager im Frühjahr 1944 verschärfte schwelende Konflikte: Aufgrund der vielen sozialen Unterschiede entstanden unter ihnen Spannungen, die das Leben der Gefangenen teils dramatisch verschlechterten. Strigler liefert damit ungewöhnlich offen eine Sozialstudie jüdischer Schicksale in deutscher Gefangenschaft.

Produktsicherheitsverordnung

Hersteller:
zu Klampen Verlag Dietrich zu Klampen und Dr. Rolf Johannes
Miriam Hirschauer
info@zuklampen.de
Röse 21
DE 31832 Springe

Autorenportrait

Der jiddische Schriftsteller und Journalist Mordechai Strigler wurde 1918 bei Zamosc (Polen) geboren. Während der Nazizeit war er Häftling verschiedener Arbeits- und Konzentrationslager. Kurz nach seiner Befreiung emigrierte er nach Paris und begann, seine Erfahrungen in der Tetralogie »Verloschene Lichter« niederzuschreiben. Er war damit einer der ersten Schoah-Überlebenden, die darüber schrieben. 1952 ging er nach New York und arbeitete bis zu seinem Tod im Jahr 1998 für jiddische Zeitungen. 1978 erhielt er den Itzik-Manger-Preis für Jiddische Literatur. Bei zu Klampen erschienen bereits die Vorgängerbände »Majdanek« (2016), »In den Fabriken des Todes« (2017) und »Werk C« (2019).

Rezension

»Striglers Werk ist ein schonungsloser Bericht über das Grauen der Schoah. (…) Strigler nimmt seine Leser mit in den Alltag des Lagers, den er detailliert wiedergibt.« Hagalil, 1. Februar 2024

»Strigler (…) beschreibt mit dem scharfen und bitteren Blick seines teilweise autobiographischen Protagonisten ›Mechele‹ genauestens – sowohl die Opfer als auch die Täter.« Ernst Reuß in: Historisches Sachbuch, 18. März 2024

»Ein Buch, das einem gleich ins Auge fällt, mit grafischer Wucht.« Michael Bittner in: David – jüdische Kulturzeitschrift, April 2024

»Erzählen konnten am Ende nur die wenigen, die überlebt haben. So wie Mordechai Strigler. Gerade deshalb sind seine Bücher auch heute noch aktuell.« Ralf Julke in: Leipziger Zeitung, 21. Juni 2024

»Der letzte Band der Tetralogie ist ein bemerkenswertes Zeugnis, weil er einen Bereich der nationalsozialistischen Terrorherrschaft zeigt, der außerhalb des KZ-Systems lag.« Sandra Binnert in: Arbeitsstelle Holocaustliteratur, Juli 2024

»Ein literarischer Gewinn, ein poetisches Meisterwerk, eine starke Aufarbeitung des wohl schwärzesten Kapitel deutscher Geschichte!« Carpe Gusta Literatur, 28. November 2024

Leseprobe

'In dem vollen Bewusstsein, dass man eine Epoche nicht verstehen kann, ehe man ihr ins Gesicht geschaut hat, habe ich mehr Aufmerksamkeit der geistigen Gestaltung der Typen und ihrer Atmosphäre gewidmet als den nackten Fakten des eigentlichen Untergangs. Wenn ein Volk untergegangen ist, und so untergegangen ist, muss man das Bild des Volkes sowohl innerlich als auch äußerlich sehen, damit man das Umkommen selbst begreifen kann. Deshalb ist es mir nicht möglich gewesen, anonyme Massen zu malen, sondern detaillierte Gesichter von Opfern, Mördern, Schändern und Geschändeten.' Mordechai Strigler, 1950

Weitere Artikel aus der Reihe "Verloschene Lichter"

Lieferbar innerhalb 1 - 2 Wochen

32,00 €
inkl. MwSt.

Lieferbar innerhalb 1 - 2 Wochen

24,00 €
inkl. MwSt.
Alle Artikel anzeigen

Weitere Artikel vom Autor "Mordechai, Strigler"

Lieferbar innerhalb 1 - 2 Wochen

32,00 €
inkl. MwSt.

Lieferbar innerhalb 1 - 2 Wochen

24,00 €
inkl. MwSt.
Alle Artikel anzeigen