Beschreibung
Siebzig Bilder, siebzig Geschichten, siebzig literarische Meisterstücke Hier macht einer sein Leben in Schnappschüssen sichtbar, überfliegt dabei erzählend Kontinente und Zeiten und bringt die Flüchtigkeit des Augenblicks manchmal ironisch, aber immer mit Leidenschaft und virtuos zur Sprache. In Erinnerung an das klassische Fotoalbum, in dem unter oft unscharfen Bildern die Abenteuer des Augenblicks in Stichworten dokumentiert wurden, erzählt Christoph Ransmayr in »Egal wohin, Baby« siebzig zu Mikroromanen kondensierte Geschichten zu siebzig seiner Fotografien in Schwarz-Weiß. Jedes Foto eine optische Notiz, geschuldet der Zufälligkeit der Anwesenheit und im Vorübergehen aufgezeichnet mit einem Smartphone oder einer Digitalkamera. Jeder Text zum Bild wird zu einem in sich geschlossenen, ausgefeilten Stück Prosa: zu einem Mikroroman. Denn von Expeditionen in die Augenblicke der Wirklichkeit und in die Grenzenlosigkeit der Phantasie kann auch in wenigen Zeilen erzählt werden zumal, wenn es mit der Beobachtungsgabe und der Formulierungskunst des welterfahrenen Christoph Ransmayr geschieht. »Christoph Ransmayr ist neugierig auf die Welt und verfügt über eine Sprache, diese Neugier in Texten von hypnotisierender Schönheit ansteckend zu machen.« Denis Scheck, Druckfrisch
Produktsicherheitsverordnung
Hersteller:
S. Fischer Verlag GmbH
S. Fischer Verlag GmbH
produktsicherheit@fischerverlage.de
Hedderichstraße 114
DE 60596 Frankfurt am Main
Autorenportrait
Rezension
Wann immer ich gefragt werde, wem ich den Literaturnobelpreis wünsche, dann sage ich: Christoph Ransmayr.
Jeder, der es liest, weiß danach, was Politik bewirken kann.
[...] weil ich [...] nirgendwann glücklicher bin, als wenn ich ein neues Buch von Christoph Ransmayr lese.
[...] stellen die Mikroromane gern auch das Schöne und das Wunderschöne der Welt in einen Gegensatz zur Frage, wie direkt daneben Leid und Tod existieren kann.
In jedem Anlass von scheinbar größter Gleichgültigkeit kann ein kleiner Roman stecken. Deshalb folgt man diesem Reisenden, egal wohin es geht.
Christoph Ransmayr ist [dem österreichischen] dritten Nobelpreis wahrscheinlich näher als jeder andere.
Das ist so ein Buch, das uns daran erinnert, was für eine unglaubliche Fähigkeit Literatur [...] besitzt.
[...] Homer unserer Tage, der das Überlieferte und Ungesicherte ins Heute schmuggelt.
anrührend [...] doch Christoph Ransmayrs Texte kennen kein Pathos [...]. Die Emphase lauert zwischen den Zeilen. [...] vermutlich ist der Nomade im Dichter noch nie so deutlich hervorgetreten wie in seiner jüngsten Veröffentlichung [...].
[...] so dicht und zwingend, wie wir es von diesem großen Welt- und Wortreisenden gewohnt sind.
[...] grandios.
[...] ein Homer unserer Zeit, der das oftmals namenslos Überlieferte und bis dato Unbekannte sammelt und zwischen zwei Buchdeckel steckt, um es uns Lesern zu erzählen.