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Ein Blick über den Bühnenrand - Cover

Ein Blick über den Bühnenrand

Zentrale Randfiguren und ihre dramaturgische Funktion in der römischen Komödie, Classica Monacensia 64

Erscheint am 30.06.2025, 1. Auflage 2025
78,00 €
(inkl. MwSt.)

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783381133611
Sprache: Deutsch
Umfang: 300 S.
Einband: Paperback

Beschreibung

Randfiguren besitzen in der römischen Komödie oft eine zentrale dramaturgische Funktion. Diesem vermeintlichen Widerspruch, dem in der Forschung bisher kaum Beachtung geschenkt wurde, geht die Autorin iihrer Studie eingehend auf den Grund. Da es sich bei den Randfiguren um Frauenfiguren handelt, wird insbesondere deren Rolle für das römische Drama und damit auch für die damalige (römische) Gesellschaft erarbeitet. Hierbei nimmt die Autorin gendersensible Aspekte auf und greift auch auf sozialwissenschaftliche Theorien zurück. Sie analysiert je eine Komödie der beiden bekanntesten römischen Komödienautoren, Plautus' Casina und Terenz' Andria, ausführlich. Ihre Ergebnisse zeigen u.a., dass die Randfiguren der beiden Komödien, die teilweise komplett szenisch abwesend sind, das Handeln der männlichen (Haupt-)Figuren und so die dramatische Handlung entscheidend beeinflussen.

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Narr Francke Attempto Verlag GmbH + Co. KG
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Dischingerweg 5
DE 72070 Tübingen

Autorenportrait

Dr. Maria Mertsching war zwischen 2018 und 2023 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Therese Fuhrer an der LMU München.

Inhalt

A. Einleitung 1. Zur Terminologie der szenischen Abwesenheit: Einordnung in die Forschung und Begriffserklärung 2. Zur Terminologie der Dramaturgie 3. Zur Theorie des Burke'schen Dramatismus: die dramatistische Pentade 4. Zur Terminologie der zentralen Randfigur 5. Bezugssystem der inneren Kommunikationsebene: das komische Figurenrepertoire 6. Bezugssystem der äußeren Kommunikationsebene: Spannung, Komik, dramatische Ironie und Metatheater B. Plautus' Casina 1. Kurze Inhaltsangabe 2. Zum Titel 3. Die Darstellung und Inszenierung der Figur der Casina 4. Zur dramaturgischen Funktion: Casina als Voraussetzung für den Dramenplot, als seine Ursache und sein Gegenstand 5. Zur dramaturgischen Funktion: Casinas ,Triggerfunktion' für die Handlungsmotivation der anderen dramatis personae 6. Matatheater: Casina als ,Katalysator' für ein (Schau-)Spiel mit Rollen und Rollenerwartungen 7.Fazit: die dramatistischen und dramaturgischen Funktionen der Figur der Casina C. Terenz' Andria 1. Kurze Inhaltsangabe 2. Zum Titel 3. Die Darstellung der zentralen Randfiguren Chrysis, Glycerium und Philumena durch die anderen dramatis personae 4. Zu den Rollen und dramaturgischen Funktionen der weiblichen Randfiguren Chrysis, Glycerium, Philumena (und Mysis) 5. Grand Finale: die dramaturgische Bedeutung Glyceriums 6. Fazit: die dramatistischen und dramaturgischen Funktionen der weiblichen Figuren Chrysis, Glycerium und Philumena D. Schlussbetrachtung Literaturverzeichnis