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Nebelträumer

Roman

Erschienen am 03.02.2009
14,00 €
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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783453524774
Sprache: Deutsch
Umfang: 591 S.
Format (T/L/B): 4.7 x 22 x 14.5 cm
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

Märchenhaft, abenteuerlich und fantastisch Nach "Nebelgänger" der faszinierende Höhepunkt der magischen Saga über das Geheimnis des legendären Krähenordens: In Tasceron, einer labyrinthischen Stadt immerwährender Dunkelheit, liegt der Schlüssel zum Wissen und zur Macht des Ordens der Krähen. Doch wer vermag den Weg durch die verwunschenen Gebiete und verschlungenen Landschaften zu gehen? Niemand kam je zurück. Bis ein geheimnisvolles Mädchen auftaucht . AllAgeFantasy für alle Fans von Cornelia Funke, Kai Meyer, Philip Pullman und Jonathan Stroud

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DE 81673 München

Leseprobe

Zwei Männer saßen auf einer Bank mitten im Eis. Zwischen ihnen glühte eine Kohlenpfanne, deren Metallfüße im Schmelzwasser einzusinken drohten. Sie hockten schweigend da, im Herzen des Frostbasars. Es herrschte ein unbeschreibliches, lärmendes Durcheinander. Schafe blökten, Hunde bellten, und unzählige Händler boten ihre Waren feil. Doch noch lauter war das eigentümliche Hämmern, das alle anderen Geräusche überdeckte. Fleisch brutzelte an Spießen, Säuglinge schrien, Gaukler jonglierten mit rasselnden Bällen, Straßenmusikanten fiedelten für Münzen, und unterschiedlich gefärbte Sekoi in gefütterten Stiefeln erzählten faszinierende Geschichten, wobei ihre Stimmen unnatürlich schrill und gellend die klirrende Kälte durchdrangen. Schließlich rührte sich der ältere Mann. »Bist du sicher?«, murmelte er. »Es ist mir in Tarkos zu Ohren gekommen. Und dann noch einmal vergangene Woche auf dem Markt in Larminier. Es muss wahr sein.« Der Schuster, der immer noch seine Lederschürze umgebunden hatte, blickte düster zu dem schwarzen Wächterturm, der mitten aus dem gefrorenen See emporragte. Es schien, als habe der Mann Angst, dass die Wachtposten ihn selbst aus dieser Entfernung belauschen könnten. »Man hat sie also gesehen?« »Jedenfalls wird das behauptet.« Der Schuster kratzte mit seinem schmutzigen Absatz über ein Fischskelett, das im Eis eingeschlossen war. Das Tier starrte mit weit aufgerissenen Augen zu ihm hoch. »Gerüchte gehen um. Prophezeiungen und sonderbares Gerede. Ich habe gehört, es soll in der vergangenen Flainsnacht eine mächtige Explosion gegeben haben. Das Haus der Bäume wurde gespalten, eine Vision mit schwarzen Flügeln erhob sich und schoss in den Himmel, zog hoch über Tasceron ihre Kreise.« Ängstlich blickte er sich um und machte hastig das Zeichen der Ehre. »Sie war es. Die Krähe.« Der alte Mann spuckte aus. »Unglaublich! Wie hat sie ausgesehen?« »Riesig. Schwarz. Ein Vogel und doch kein Vogel. Du weißt schon, so, wie es im Heiligen Buch heißt.« »Schon möglich. Und hat sie gesprochen?« »Das jedenfalls hat die Frau behauptet.« Ein Narbenstier, der von zwei Männern gezogen wurde, trampelte an ihnen vorbei. Immer wieder rutschten seine Hufe auf dem spiegelglatten See aus. Als die Bauern außer Hörweite waren, zuckte der Alte mit den Schultern. »Könnte auch nur dummes Geschwätz sein.« Besorgt sah sich der Schuster um. Hinter ihnen verkaufte ein fahrender Händler Schleifen, Haarnadeln und zarte Spitze, während eine Menschenmenge zwei Männern zusah, die über den Preis von Ziegen in Streit geraten waren. Ein Junge vollführte zwischen den Buden Kunststückchen. In der Mütze auf dem Eis vor ihm lagen bereits einige Münzen. Der Schuster drängte sich näher an den alten Mann und senkte die Stimme. »Nein. Und warum haben die Wächter dann ihre Patrouillen verdoppelt? Sie haben es ebenfalls gehört; überall haben sie ihre Spione.« »Und wie lautete diese Vision?« »Sie lautete: Hör mir zu, Anara, deine Schöpfer kehren zu dir zurück. Durch die Dunkelheit und Leere habe ich sie gerufen! Flain und Tamar und Soren und selbst Kest werden kommen. Sie werden die Finsternis vertreiben und die Macht der Wächter brechen.« Die Worte, obschon nur geflüstert, schienen gefährlich und mit Macht aufgeladen, als würden sie in der eisigen Luft Funken schlagen. Im Schweigen, das folgte, schwoll der Lärm des Marktes noch weiter an, und die beiden Männer waren froh darüber. Dem fahrenden Händler war das Tablett aus den Händen geglitten, und nun kniete er mit tauben Fingern auf dem Eis und hob die Haarnadeln umständlich auf. Der Wind blies sie näher an die Kohlenpfanne; aus den Augenwinkeln hätte man sie für silberne Schlangen halten können. Der alte Mann hielt die behandschuhten Hände ans Feuer. »Nun, wenn das wahr sein sollte.« »Das ist es!« ». Dann würde es die Welt verändern. Ich werde beten, dass ich das noch erleben darf.« Reuevoll blickte er über die Zelte und Marktbuden zum Wächterturm, der im Frost glitzerte. »Aber wenn die Schöpfer n Leseprobe

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