Beschreibung
Das Wort >christianitas< fand als Chiffre für die mittelalterliche Idee der Christenheit Einzug in die Geschichtserzählungen zu Christentum, Papst- und Kaisertum, Kreuzzügen und Europa. Tatsächlich wurde >christianitas< in der Spätantike und in der Karolingerzeit in verschiedenen anderen Sinnzusammenhängen verwendet. Tim Geelhaar entkoppelt Begriff und Idee und lotet Gebrauchssituationen, Umsemantisierungen und Politisierungen des Wortes aus. Die historische Semantik von >christianitas<, so zeigt diese Studie anschaulich, macht die Pluralität eines christlichen, lateinischen Europas selbst sichtbar.
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Autorenportrait
Dr. Tim Geelhaar ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Goethe Universität Frankfurt am Main.
Rezension
Das Wort ›christianitas‹ fand als Chiffre für die mittelalterliche Idee der Christenheit Einzug in die Geschichtserzählungen zu Christentum, Papst- und Kaisertum, Kreuzzügen und Europa. Tatsächlich wurde ›christianitas‹ in der Spätantike und in der Karolingerzeit in verschiedenen anderen Sinnzusammenhängen verwendet. Tim Geelhaar entkoppelt Begriff und Idee und lotet Gebrauchssituationen, Umsemantisierungen und Politisierungen des Wortes aus. Die historische Semantik von ›christianitas‹, so zeigt diese Studie anschaulich, macht die Pluralität eines christlichen, lateinischen Europas selbst sichtbar.
Leseprobe
The word 'christianitas' found its way into historical accounts of Christianity, papacy and imperial rule, crusades and Europe as a cipher for the medieval idea of Christianity. In fact, however, in late antiquity and in the Carolingian period, 'christianitas' stood for various notional concepts. Tim Geelhaar uncouples the term and the idea and explores the usages, resemanticizations and politicizations of the word. The historical semantic of 'christianitas', as he clearly illustrates, makes the plurality of a Christian, Latin Europe visible.>