Beschreibung
Ängste gehören zur Entwicklung eines Kindes und können in Übergangsphasen, nach seelischen Erschütterungen oder Krisen auftreten. Bei manchen Kindern halten diese Angstzustände jedoch länger an oder werden sogar zu dauerhaften Begleitern. Im Unterschied zu Angststörungen von Erwachsenen wirken sich die Ängste bei Kindern nicht nur auf sie selbst aus, sondern auch die Eltern sind mit ihren Reaktionen und Umgehensweisen stark einbezogen. In der systemischen Perspektive stellen die Eltern die Schlüsselfigur dar, die einerseits unbeabsichtigt zur Verstärkung und zum Fortbestehen der Ängste beitragen oder aber dem Kind helfen können, Entwicklungskrisen durchzustehen und die Störungen zu überwinden. Es ist daher schwierig, die Ängste eines Kindes zu verstehen und zu behandeln, ohne nicht auch die elterlichen Reaktionen zu begreifen und zu verändern. Mit dem zentralen Bild der Ankerfunktion befürworten die Autoren, dass neben Schutz und Sicherheit durch elterliche Präsenz auch fördernde Unterstützung unabdingbar ist. So kann das Kind seine Kräfte sammeln und lernen, das Problem selbständig zu bewältigen.
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Vandenhoeck & Ruprecht
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Autorenportrait
Prof. Dr. phil. Haim Omer ist Lehrstuhlinhaber für Klinische Psychologie an der Universität Tel Aviv.
Rezension
Angststörungen bei Kindern können das familiäre Leben massiv beeinträchtigen. Haim Omers Konzept der »neuen Autorität« bietet unter der Maßgabe »unterstützen statt beschützen« einen äußerst hilfreichen Zugang bei der Bewältigung. Mit dem zentralen Bild der Ankerfunktion erläutern die Autoren, dass neben Schutz und Sicherheit durch elterliche Präsenz auch fördernde Unterstützung unabdingbar ist. Die Vielzahl instruktiver Fallbeispiele – vom Kleinkind bis zum Erwachsenen, der weiterhin bei den Eltern lebt, von Trennungsängsten bis Zwangsstörungen – ist eine Fundgrube für den Praktiker.
Wenn Kinder eine Angststörung entwickeln, ist nachhaltige Hilfe nur im familiären Kontext erfolgversprechend. Wie das konkret aussieht, zeigt dieses Buch gut verständlich und eindrücklich.
Leseprobe
Mit einem Vorwort von Arist von Schlippe. Aus dem Hebräischen von Miriam Fritz Ami-Ad