Beschreibung
Die nachhaltige Bedeutung früher Beziehungserfahrungen für die spätere sozioemotionale Entwicklung wird durch die Bindungsforschung seit vielen Jahren wissenschaftlich untermauert. Je nachdem, wie konsistent oder widersprüchlich diese frühen Erfahrungen erlebt wurden, gestalten sich sogenannte Arbeitsmodelle von Bindung bei Erwachsenen unterschiedlich und werden durch Merkmale wie zum Beispiel verinnerlichte Sicherheit, mentale Ressourcen, unbewusste Brüche oder Inkonsistenzen geprägt. Die Bindungsdiagnostik zur Erfassung von bindungsrelevanten unbewussten Prozessen erfolgt durch zwei Interviewmethoden, die Anna Buchheim im Detail beschreibt und deren klinische Bedeutung sie anhand von eindrucksvollen Fallbeispielen aus der eigenen Praxis veranschaulicht und mit aktuellen Studien in Zusammenhang bringt. Forschungsergebnisse belegen eine positive Veränderung von Bindungsrepräsentationen durch psychodynamische Therapien: Unsichere und desorganisierte Bindungsmuster können in Richtung von sicheren und organisierten verändert werden.
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Autorenportrait
Univ.-Prof. Dr. biol. hum. Anna Buchheim, Diplom-Psychologin, Psychoanalytikerin (DPV, IPA), hat den Lehrstuhl für Klinische Psychologie an der Universität Innsbruck inne. Sie ist Gastprofessorin an der Internationalen Psychoanalytischen Universität (IPU) Berlin.
Rezension
Die Bedeutung früher Beziehungserfahrungen für die sozioemotionale Entwicklung wird durch die Bindungsforschung untermauert. Durch psychodynamische Psychotherapie können schwierige Bindungsmuster positiv verändert werden.
Je nachdem, wie konsistent oder widersprüchlich Bindungen in der Kindheit erlebt wurden, gestalten sich diese bei Erwachsenen als sichere und organisierte oder eher als unsichere und desorganisierte Bindungsstile. Die Bindungsdiagnostik zur Erfassung von bindungsrelevanten unbewussten Prozessen erfolgt durch zwei Interviewmethoden, die Anna Buchheim im Detail beschreibt. Deren klinische Bedeutung veranschaulicht sie anhand von eindrucksvollen Fallbeispielen und bringt sie mit aktuellen Studien in Zusammenhang. Forschungsergebnisse belegen eine positive Veränderung von Bindungsrepräsentationen durch psychodynamische Therapien.