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Leben mit Aids

Krankheit, Tod und soziale Beziehungen in Afrika

Erschienen am 09.05.2005
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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783593377162
Sprache: Deutsch
Umfang: 368 S.
Format (T/L/B): 2.2 x 21.1 x 14.8 cm
Einband: Paperback

Beschreibung

Im Jahr 2003 starben in Afrika mehr als zwei Millionen Menschen an Aids.Wie leben die Menschen dort mit den Folgen der Epidemie? Wie haben sie die massiven Erfahrungen von Krankheit und Tod in ihren Lebensalltag integriert? Hansjörg Dilger beschreibt am Beispiel Tansanias, wie soziale und kulturelle Beziehungen im Kontext der stigmatisierten Krankheit neu verhandelt werden. Dabei zeigt er, dass die fortdauernde Begegnung mit Krankheit und Tod zu tiefen Brüchen in Familienverbänden führt und häufig eine Ausgrenzung von Aids-Kranken zur Folge hat. Gleichzeitig unternehmen Individuen, Familien und Gemeinden jedoch erhebliche Anstrengungen, um im Umgang mit Aids zu einer Neubestimmung sozialer und kultureller Praxis zu gelangen: Diese erlaubt es ihnen, soziale Risse zu kitten und damit die Kontrolle über die untrennbare Einheit von Leben und Tod wiederherzustellen.

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Autorenportrait

Hansjörg Dilger, Dr. phil., ist Lehrbeauftragter am Institut für Ethnologie der Freien Universität Berlin und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Medical Anthropology in der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde e. V.

Rezension

Aids und sozialer Zusammenhalt

Inhalt

Abkürzungsverzeichnis Dank Einleitung: Leben mit AIDS als moralische Praxis AIDS in Afrika - eine Entwicklungskrise Die AIDS-Politik Tansanias: Erfolge und Diskrepanzen AIDS, Moral und soziale Beziehungen: die Fragestellung Aufbau des Buches 1 AIDS-Forschungen zwischen Stadt und Land: Konzeptuelle und methodologische Implikationen Migration und Mobilität im subsaharischen Afrika Methodische Herausforderungen einer Multi-Sited Ethnography über AIDS 2 Familiäre Brüche und verwandtschaftliche Kontinuität Ideologien der Extended Family im Kontext sozialer Transformation Fürsorgebeziehungen und AIDS bei den Luo Geschlechterbeziehungen und die Situation von Witwen "Unsere Gesellschaft liebt die Toten mehr als die Kranken": Begräbnisse und Trauerrituale Begräbnisse als Affirmation von Heimat und familiärer Zugehörigkeit 3 PositHIV Leben - Möglichkeiten und Grenzen sozialer Sicherung durch NGOs Herkunft und inhaltliche Bedeutungen von "PositHIV Leben" Kuishi kwa matumaini - Leben mit Hoffnung in Tansania AIDS-NGOs in Dar es Salaam: Strukturelle Rahmenbedingungen und inhaltliche Ausrichtung der Arbeit Soziale Sicherung und die Versorgung von Kranken in NGOs 4 Hoffnung durch Errettung - Heilung und Gemeinschaft in einer Pfingstkirche in Dar es Salaam Ein Staat im Staat? Die Full Gospel Bible Fellowship Church in Dar es Salaam Unternehmen Kirche: Materieller Reichtum und das Wort des Lebens Die Behandlung von Krankheit und Unglück in Pfingstkirchen Der Aspekt der sozialen Sicherung in der FGBFC 5 Schweigen, Gerüchte und Ungewissheit: Politiken des Sprechens über eine stigmatisierte Krankheit Stigmatisierung und Schweigen in Familien Ungewissheit und Zweifel im Sprechen über AIDS Gerüchte und Öffentlichkeit Schluss: Verwobene Modernen, familiäre Zugehörigkeit und soziale Differenzierung AIDS als Teil der tansanischen Moderne Verwandtschaft und AIDS: eine Erweiterung des Familienbegriffs? Zugehörigkeit, Heimat und soziale Differenzierung Ausblick: die Ausbildung sozialer Institutionen in der AIDS-Epidemie Epilog Literatur

Schlagzeile

Aids und sozialer Zusammenhalt

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