Die Lehre vom Puratorium und die Vollendung des Menschen
Ein moraltheologischer Beitrag zu einem umstrittenen Lehrstück aus der Eschatologie
Erschienen am
01.04.2006, 1., Aufl.
Beschreibung
Was geschieht mit dem Menschen nach dem Ende seines Lebens? Entsprechend der dualistischen Denkweise der Theologie wären zwei Möglichkeiten für ihn vorgesehen: Himmel oder Hölle – also die beseligende Schau göttlicher Herrlichkeit oder das quälende Entsetzen ewiger Verworfenheit. In der theologischen Ordnung der Eschatologie wird dagegen eine dritte Größe eingeführt: die Lehre vom Purgatorium als dem Ort der Läuterung der für das ewige Heil Bestimmten. Ist aber dieser Dreiklang überhaupt noch aktuell und zeitgemäß? Wie kann der moderne Mensch noch vernünftig vom Fegfeuer sprechen? Oder ist das Purgatorium als katholische Sonderlehre nur eine geschichtliche Größe, die nicht zuletzt hinderlich ist für die Ökumene? Der Autor diskutiert in der vorliegenden Arbeit diese Fragen vor allem unter moraltheologischen Gesichtspunkten.
Autorenportrait
HELMUT VORDERMAYER, geb. 1966 in Teisendorf/Oberbayern, ist als Theologe im Schuldienst und der Schulseelsorge in Starnberg tätig. Studium der Theologie und Philosophie in München, Benediktbeuern, Innsbruck und Salzburg, wo er 2005 am Institut für Christliche Gesellschaftslehre und Moraltheologie promovierte.