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Erinnerungskultur im Wandel

Neue Herausforderungen und Wege des Lernens und Arbeitens in Gedenkstätten

Erschienen am 18.12.2023
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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783734416132
Sprache: Deutsch
Umfang: 168 S.
Format (T/L/B): 0.8 x 21 x 15 cm
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Der dritte Band des "Haus des Erinnerns" spiegelt die aktuelle Debatte zur Erinnerungskultur. Diskutiert werden die neuen Herausforderungen des Umgangs mit NS-Verbrechen in einer multiethnischen und multikulturellen Gesellschaft mit unterschiedlichen historischen Narrativen und Gewalterfahrungen in den Herkunftsfamilien. Hinzu kommen Herausforderungen durch den demografisch begründeten Verlust der Zeitzeug*innen, die Infragestellung der bisher weithin konsensualen Erinnerungskultur durch rechtsextremistische und autoritär-antidemokratische Tendenzen bis hin zu gewaltsamen Angriffen insbesondere auf jüdische Einrichtung und Gedenkstätten. Die Autor*innen zeigen zudem die Chancen und Grenzen neuer virtueller Formen der Vermittlung der NS- und Holocaust-Geschichte auf.

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Hersteller:
Wochenschau Verlag
info@wochenschau-verlag.de
Eschborner Landstr. 42-226
DE 60489 Frankfurt

Autorenportrait

Thomas Altmeyer Jahrgang 1978; M.A., Politikwissenschaftler; seit 2005 Wissenschaftlicher Leiter des Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945. Langjährige Erfahrungen als freier Referent in der Jugend- und Erwachsenenbildung, seit 2009 Lehrbeauftragter am Seminar für Didaktik der Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, seit 2011 Mitglied des Sprecher*innenrates der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen in Hessen (LAG Hessen), 2016-2020 pädagogischer Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Neckarelz. 2021-2022 kuratierte Thomas Altmeyer (gemeinsam mit Gottfried Kößler) die neue Dauerausstellung für den Geschichtsort Adlerwerke. Seitdem ist er Leiter dieser Gedenk- und Bildungsstätte. Hans Berkessel Jahrgang 1955; StD i. R., Historiker und Pädagoge; Studium der Fächer Germanistik, Geschichte, Politikwissenschaft und Publizistik an der Universität Mainz; bis 2015 Lehrer und Regionaler Fachberater Geschichte Rheinhessen; Vorsitzender des Instituts für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz mit den Arbeitsschwerpunkten Demokratiegeschichte und jüdische Geschichte; Herausgeber und Autor zahlreicher Aufsätze und didaktischer Beiträge zur Zeitgeschichte, zur politischen Bildung und zur Schulentwicklung (Demokratiepädagogik). Mitherausgeber, Autor und Redakteur der IGL-Reihen Beiträge zur Geschichte der Juden in Rheinland-Pfalz und Mainzer Beiträge zur Demokratiegeschichte, der Mainzer Geschichtsblätter, des Jahrbuchs für Demokratiepädagogik und der HdE-Reihe Erinnerungskultur und Demokratie; Mitbegründer und Vorsitzender der Stiftung Haus des Erinnerns - für Demokratie und Akzeptanz Mainz; 2016 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Mona Brandt Jahrgang 1990; Gamesentwicklerin und Lead Designerin bei dem Berliner Studio Paintbucket Games. Sie studierte Digitale Medienkultur mit Fokus auf Game Studies und Mediennutzungsforschung an der Filmuniversität Potsdam-Babelsberg sowie Game Development & Research an der TH Köln. Von 2017 bis 2021 war sie Projektmanagerin bei der Stiftung Digitale Spielekultur und leitete u.a. die Initiative Erinnern mit Games. Ihr Arbeits- und Forschungsschwerpunkt sind digitale Spiele für die erinnerungskulturelle Praxis. Bernward Debus Jahrgang 1946; Verleger des Wochenschau Verlags, baute den Verlag seit den 1980er Jahren zum führenden Verlag für politische Bildung aus. Neben dem umfangreichen Buchprogramm erscheinen im Verlag zahlreiche Fachzeitschriften für unterschiedliche Zielgruppen u.a.: Schule: Wochenschau - das aktuelle Schulbuch, Außerschulische Bildung: Politikum, Journal für politische Bildung; Geschichtsunterricht: geschichte für heute; Demokratiebildung: Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit. Cornelia Dold Jahrgang 1991; Dr. phil., Historikerin und Pädagogin, Studium der Fächer Geschichte, Deutsch und Politik für das Lehramt an Gymnasien an der Universität Mainz; 2015 bis 2019 pädagogische Mitarbeiterin in der Gedenkstätte KZ Osthofen; 2019 Promotion zum Thema Außerschulische Lernorte neu entdeckt. Feldstudien in der Gedenkstätte KZ Osthofen zur Förderung tiefgreifender Lernprozesse durch aktivierte Rundgänge mit selbstreguliertem Lernen und Fachsprachentraining; seit April 2019 Leiterin des Haus des Erinnerns - für Demokratie und Akzeptanz Mainz; seit Dezember 2019 Mitglied des Sprecher*innenrates der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Rheinland-Pfalz; seit Januar 2022 stellvertretende Vorsitzende des Vereins für Sozialgeschichte Mainz e.V. Henrik Drechsler Jahrgang 1994; 2014 bis 2018 Studium der Fächer Geschichte und Ethnologie (Bachelor of Arts) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz; 2018 bis 2020 Masterstudium mit dem Hauptfach Fachjournalistik Geschichte und dem Beifach Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen; von Juli 2020 bis August 2022 Projektmitarbeiter im Haus des Erinnerns - für Demokratie und Akzeptanz Mainz; von November 2020 bis Juli 2023 wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Geschichtliche Landeskunde mit dem Forschungsschwerpunkt Jüdische Geschichte und Geschichte des Nationalsozialismus; seit Januar 2022 Vorstandsmitglied des Verein für Sozialgeschichte Mainz e.V.; seit März 2022 Mitglied des Sprecher*innenrates der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Rheinland-Pfalz; seit September 2022 Referent für Bildung und Gedenkstättenfahrten im Haus des Erinnerns - für Demokratie und Akzeptanz Mainz. Elke Gryglewski Jahrgang 1965; Dr. phil., Politikwissenschaftlerin und Geschichtsdidaktikerin; studierte Politikwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Freien Universität Berlin und der Lateinamerikanischen Fakultät für Sozialwissenschaften in Santiago de Chile; 1995 bis 2015 als wissenschaftlich-pädagogische Mitarbeiterin und bis 2020 als stellvertretende Direktorin und Leiterin in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz tätig; 2008 bis 2012 Mitglied des ersten unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus beauftragt von der Bundesregierung einen Bericht zum Antisemitismus in Deutschland zu erstellen und von 2015 bis 2017 Mitglied des zweiten Expertenkreises; zusammen mit vier weiteren Experten aus Deutschland und Chile von einer deutsch-chilenische Regierungskommission damit beauftragt eine Gedenkstätte für die Verbrechen der Colonia Dignidad zu gestalten und in diesem Zusammenhang ihre Geschichte aufzuarbeiten; seit 2021 Geschäftsführerin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und Leiterin der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Franziska Hendrich Jahrgang 1996; bis 2020 Studium der Fächer English Literature and Culture und im Hauptfach Geschichte (Bachelor of Arts) und seit 2020 Masterstudium im Fach Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz; seit 2015 pädagogische Mitarbeiterin der Gedenkstätte KZ Osthofen; seit 2020 Mitglied im Vorstand Förderverein Projekt Osthofen; seit Oktober 2022 Referentin für Kommunikation und Pädagogik im Haus des Erinnerns - für Demokratie und Akzeptanz Mainz und dort für die Bildungsangebote, das Jugendforum und die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Diana Kail Jahrgang 1998; studiert an der Universität Heidelberg Global History. Sie schreibt derzeit ihre Masterarbeit über die NS-Erbgesundheitspolitik. 2016 bis 2017 absolvierte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr im Kreismuseum Wewelsburg und unterstützte dort die Konzeption der Sonderausstellung Sie sehnten sich nach Freiheit - Neue Forschungen zu NS-Verfolgten im Konzentrationslager in Wewelsburg. Seit zwei Jahren arbeitet sie als Honorarkraft im Dokumentations- und Kulturzentrum in den Bereichen Museumspädagogik und wissenschaftliche Dokumentation. Thomas Lutz Jahrgang 1957; Dr. phil., Historiker, Politologe und Geschichtsdidaktiker, war bis Juli 2023 für fast 40 Jahre Leiter des Gedenkstättenreferats der Stiftung Topographie des Terrors, Berlin. In dieser Funktion war er als Berater im Bereich der Aufarbeitung der NS-Verbrechensgeschichte in vielfältiger Weise aktiv. Zu seinen Tätigkeiten gehörten die Herausgabe des GedenkstättenRundbriefs, die Redaktionsleitung des online-GedenkstättenForums und die Durchführung von regelmäßigen Seminaren zur Vernetzung der Gedenkstätten. Thomas Lutz fungiert als deutscher Delegierter in der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) und war 2001 Gründungsmitglied des International Committee for Memorial Museums for Victims of State Crimes (IC MEMO im ICOM). Letzte Publikation: Topographie des Terrors. Entstehungsgeschichte und Bedeutung für die Entwicklung von Gedenk- und Dokumentationsstätten; in: Habbo Knoch und Oliver vom Wrochem im Auftrag der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte: Entdeckendes Lernen: Orte der Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen - Festschrift für Detlef Garbe, S. 335-355, Berlin 2022. Andreas Pflock Jahrgang 19...

Inhalt

Stefanie Hubig Grußwort der Staatsministerin für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz Nino Haase Grußwort des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Mainz Hans Berkessel und Cornelia Dold „Erziehung nach Auschwitz“ heute – zur Einführung Thomas Lutz The Times They Are A-Chang’ (ing) – Gedenkstätten für NS-Opfer im Wandel der Zeit Josef Schuster Erinnerungskultur heute. Ein Auftrag für die Zukunft Walter Rummel und Thomas Wimmer Resilienz gegen Rechtsextremismus. Demokratisch-rechtsstaatliche Wertekompetenz und Menschenrechtsbildung in der Ausbildung der Polizei Elke Gryglewski Gedenkstätten(bildungs)arbeit in Zeiten politischer Radikalisierung Henrik Drechsler „Musik sagt so viel mehr, als Worte jemals tun werden und hat uns als Menschen geprägt.“ – das Projekt „Lebensmelodien“ im Kontext einer Gedenkstättenfahrt Diana Kail und Andreas Pflock (Be)-Greifbar!? Konstruktivistisches Lernen mit biografischen Koffern im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma Thomas Altmeyer Der Geschichtsort Adlerwerke: Fabrik, Zwangsarbeit, Konzentrationslager Mona Brandt Spielerisches Erinnern – Computer- und Videospiele zur Vermittlung der NS-Vergangenheit Cornelia Dold und Frank Teske „Ich dachte nicht daran, dass ich meine Eltern vielleicht nicht wiedersehen würde.“ – Videointerviews der Shoah Foundation mit Mainzer Zeitzeug*innen Barbara Trottnow Visiting the Past – Von New York nach Essenheim: Ein Dokumentarfilm über die Spurensuche einer Zweitzeugin Peter E. Kalb und Hans Berkessel „Niemand kann mehr sagen, Auschwitz sei eine Lüge!“ Zeitzeugenschaft und erinnerungskulturelles Engagement – ein Gespräch mit Peter E. Kalb Bernward Debus „Es hat in mir etwas verändert und zwar etwas ganz Grundlegendes“ Cornelia Dold „Ein Mensch, der sehr viel Haltung und Stärke in sich trägt“ – Würdigung Reiner Engelmanns für seine außergewöhnliche Erinnerungsarbeit Abbildungs-, Quellen- und Literaturverzeichnis Kurzbiografien der Autor*innen und Herausgeber*innen

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