Beschreibung
Sich nicht erinnern zu dürfen und alles vergessen zu haben, sind zwei völlig verschiedene Dinge. Mit fünfundachtzig Jahren beschließt Greta, noch einmal ihr Kindheitshaus zu sehen. Die Reise über Polen nach Lettland wird für sie nicht nur körperlich anstrengend - vor allem kämpft sie mit den Erinnerungen, die sie verdrängte, verdrängen musste. Zur gleichen Zeit fliegt Marita nach Lettland, um ihren Geliebten zu treffen. Nach drei Tagen ergebnisloser Suche begegnen sich die beiden Frauen. Greta könnte Maritas Großmutter sein - aber ist sie deshalb klüger? Zu Hause in Lettland, wie sie behauptet, mit einer Kindheitsliebe und den Dainas als Trost? Eine Kindheit in Lettland, eine Jugend in Berlin - nein, das ist längst nicht alles.
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Rezension
"Das - bislang - bedeutendste Werk Rita Königs ist 'Greta', weil es nicht nur ein individuelles Schicksal in den Blick nimmt, sondern weil es der Autorin gelingt, in diesem Einzelschicksal die unheilvolle Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert zu spiegeln." (Markus Kniebeler, Märkische Allgemeine Zeitung 12.02.24, S. 16)
"Späte Vergangenheitsbewältigung
Es war ein langer und anstrengender Weg,nicht nur für Greta, die sich lang gehüteten Erinnerungen stellen und ihr Leben sozusagen aufräumen muß,sondern auch für mich als Leserin.Der ständige Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart ,Gedanken und alten Briefen,dazwischen aktuellen Geschehnissen,erforderten äußerste Konzentration. Ich weiß nicht ,ob ich durchgehalten hätte,wenn die Geschichte nicht so interessant und gleichzeitig berührend gewesen wäre.Polen und Lettland kenne ich persönlich nicht und ich habe auch bis jetzt wenig zu diesen Ländern gelesen.
Die Protagonistin blickt auf ein sehr ereignisreiches Leben mit vielen Höhen und Tiefen zurück und ihr Mut die physisch und psychisch anstrengende Reise zu wagen,ist bewundernswert.
Ein bisschen schade fand ich daß die beiden unterschiedlichen Frauen nur eine relativ kurze Zeit miteinander verbringen konnten,obwohl diese Begegnung auch für Marita einige Erkenntnisse brachte.
Ich bin froh, dass ich die beiden Frauen eine Zeit begleiten und an ihrem Leben teilnehmen durfte und vergebe vier Sterne."
(Langeweile via lovelybooks)
"Anstrengende Reise zurück in das eigene Leben
Die 85jährige Greta möchte mehr über ihr eigenes Leben erfahren. Hierzu unternimmt sie eine sehr anstrengende Reise zurück zu dem Ort ihrer Kindheit. Der Weg, den sie wählt ist der, den sie vor Jahren, nur in umgekehrter Richtung, schon einmal gegangen ist. Ziel soll ihr Kindheitshaus in Lettland sein. Gemeinsam mit ihr starten wir Lesende in der Nähe von Berlin und nehmen an all ihren Gedanken und Erinnerungen teil.
Zur gleichen Zeit fliegt Marita, eine junge Frau, ebenfalls nach Lettland. Sie hat für ihre Reise einen anderen Grund. Nur kurz treffen sich die beiden Frauen und berühren sich einander auf unterschiedliche Weise.
Das sehr umfangreiche Buch fordert von uns Lesenden ein bestimmtes Durchhaltevermögen. Die Form des Textes entspricht auf sehr originelle Art und Weise dem Inhalt. Wer sich Gretas Vorhaben einer Reise zurück in die verdrängten Teile des eigenen Lebens aber zutraut, wird mit einem sehr ehrlichen Buch belohnt werden.
Ich werde dieses Buch gerne weiterempfehlen."
(Schmuck_Guggerin via lovelybooks)
"Greta kommt zur Ruhe
Sehr berührend, informativ und nachdenklich machend, finde ich diesen Roman über Greta und Marita.
Greta muss in ihrem hohen Alter endlich die Vergangenheitsbewältigung in Angriff nehmen. Ohne sie wird sie nicht zur Ruhe kommen, ihren inneren Frieden nie finden.
Dazu begibt sich Greta auf eine lange Reise nach Polen und Lettland.
Marita, zeitweise ihre Reisebegleitung, muss auf diesem Kurztrip eine herbe Enttäuschung verkraften.
Zusammen geht alles, trotz des großen Altersunterschiedes, viel besser.
Beide Frauen können nach ihrer Reise optimistisch in die Zukunft schauen."
(Tulpe29 via lovelybooks)
Bewegendes Buch
Greta ist 85 und möchte so gerne nochmal in ihre alte Heimat Lettland, um dort ihr Haus zu sehen, in dem sie aufgewachsen ist. Auch wenn sie körperlich nicht mehr so fit ist, möchte sie sich diesen Wunsch selbst erfüllen. Schon auf der Reise kommen so viele Erinnerungen hoch, die sie zulassen muss.
Marita ist deutlich jünger und auch auf dem Weg nach Lettland. Doch es hat einen anderen Hintergrund, sie ist auf der Suche nach ihrem Geliebten. Die Begegnung der beiden ist sehr kurz und doch intensiv.
Das Buch hat mir gut gefallen. Es beschreibt Gretas Leben so gut, dass man mitfühlen kann. Die Schreibweise sowie das EInbringen der alten Briefe hat mir sehr gefallen. Greta und auch Marita sind sehr authentische Personen, die ich gerne begleitet habe. Stets habe ich mitgefiebert und mitgefühlt. Ein bewegendes Buch!
(hoonili via lovelybooks)
Kurzmeinung: Sehr flüssig geschrieben und damalige Lebenssituation sehr gut dargestellt. Guter Einblick in das Leben und Denken der Umsiedler. Berührend!
"Nicht vergessen, aber verstehen"
*Dieses Buch habe ich im Rahmen einer Buchverlosung gewonnen. Meine eigene Meinung bleibt davon unberührt.*
„Sich nicht erinnern zu dürfen und alles vergessen zu haben, sind zwei völlig verschiedene Dinge.“
Dieses Zitat aus dem Buch „Greta“ von Rita König ließ mich sofort aufhorchen. Ein interessanter und wahrer Satz, der mich gleich zum Nachdenken brachte. Was hat Greta erlebt und versucht sie zu verdrängen?
Inhalt:
Greta ist 85 Jahre alt und beschließt noch einmal ihr Kindheitshaus in Lettland zu sehen. Hierfür reist sie mit dem Zug von Berlin aus über Polen nach Lettland. Die Reise ist nicht nur körperlich für sie anstrengend, sondern auch psychisch. Denn je näher sie ihrem Ziel kommt, umso mehr kommen die verdrängten Erinnerungen hoch. Gleichzeitig fliegt die junge Marita nach Lettland, um ihren Geliebten zu suchen. Die zwei Frauen treffen aufeinander.
Meinung:
Von Anfang an war ich von Greta fasziniert. Auch wenn es mit 85 Jahren spät ist, stellt sie sich der Vergangenheit und nimmt nicht nur eine körperlich anstrengende Reise auf sich. War sie nach dem Krieg von Polen nach Berlin geflohen, reist sie nun in entgegengesetzter Richtung von Berlin aus zurück in ihr Geburtsort nach Lettland. Stück für Stück nähert sie sich der Vergangenheit. Dies geschieht zum einen mit dem Besuch bestimmter Orte, aber auch mit dem Lesen alter Briefe der Mutter an die Großmutter. Die Rückblicke und die eingeschobenen Briefe fand ich sehr gut gelungen. Gretas Gefühle werden sehr gut beschrieben, wenn bei ihr plötzlich eine Erinnerung aufblitzt. Aber auch ihr Zwiespalt, zwischen sich Erinnern wollen und vergessen, wird sehr nachvollziehbar beschrieben. Die Briefe der Mutter haben mir sehr gut gefallen, da hier andere Menschen zu Wort kommen. Man erfährt dadurch sehr viel über die Gefühle und Gedanken der Menschen damals. Überhaupt...habe ich in diesem Buch viel gelernt. Ich wusste nicht, dass es Deutsche in Lettland gab und diese nach Polen umgesiedelt sind. Die Erlebnisse während und nach dem Krieg werden sehr eindrücklich dargestellt und haben mich sehr berührt.
Das Zusammentreffen mit Marita ist kurz, aber intensiv. Beide Frauen führen interessante Gespräche und verstehen einander. Eine schöne Freundschaft scheint hier zu entstehen.
Fazit:
Das Buch "Greta" hat mir gut gefallen. Ich habe etwas über die Umsiedlung von Deutschletten nach Polen bzw. mehr über die Fluchtgeschichten dieser Menschen aus Polen nach Deutschland gelernt. Dank Greta kamen auch Menschen zu Wort, die unter dem Krieg und deren Folgen sehr zu leiden hatten. Dies waren u.a. auch die Menschen, die umsiedeln bzw. flüchten mussten, aber auch die Zivilbevölkerung, die bombardiert wurde. All diese Szenen haben mich sehr berührt und nachdenklich gemacht. Wir sollten all dies nicht vergessen und die Gedanken bzw. Gefühle der Menschen von damals besser verstehen.
(Lias_BücherGarten via lovelybooks)
Leseprobe
'Pling, pling, pling' - Greta hört ganz deutlich den Löffel an Porzellan schlagen, springt die Holzstufen hinunter in die Küche und hält sich an der Schürze von Großmutter Anna fest. 'Hast du ausgeschlafen, mein Kind? Geh gleich dein Gesicht waschen.' 'Oh, du machst Goggelmoggel, ist das für mich?' Die Großmutter lässt ein weiteres Eigelb in das Schälchen gleiten. 'Du bekommst auch etwas, aber zuerst: Marsch und wasch dich!' Kurz darauf sitzt Greta am ovalen Holztisch und schaut auf die blauen Blumen, die auf Großmutter Annas Schürze tanzen aber es ist nicht mehr Großmutters Schürze. Die Mutter dreht sich zu ihr um: 'Das schmeckt dir gut, nicht?' Doch plötzlich hält nicht mehr Greta den Löffel in der Hand, sondern ihr Sohn Andreas. Gretas Mutter steht an einem Sprelacarttisch mit einer Wachstuchdecke voller blauer Blumen und reicht ihm ein Schälchen mit Zuckerei - oder macht Greta es selbst? Greta schrickt auf. War sie eingenickt? Der Wind bläst durch das angekippte Fenster und schlägt die Schnur der Jalousie an die Scheibe. Plingpling. Sie ist müde, sie muss endlich ins Bett. Noch einmal prüft sie, ob alles bereitliegt: die Fahrkarten, die Hotelreservierung, Flugtickets. Die sorgfältig wieder zusammengeschnürten Briefe. Sandalen und ein Sommerrock sind längst in der Reisetasche verstaut, ebenso das Waschzeug und die Schmerztabletten. Für alle Fälle. Die festen Schuhe wird Greta anziehen und die Leinenhose. Zwei reife Äpfel und eine Banane, die sie mit ins Zimmer genommen hat, verströmen ihren Duft. Halstuch und Brosche liegen auf dem Nachttisch. Der rote Stein in der Mitte des Schmuckstücks schimmert, das Weißgold glänzt nicht. Diese Brosche hat Großmutter Anna Gretas Mutter geschenkt, bevor die Familie vor fast achtzig Jahren Lettland verlassen hat. Und sie, Greta, wird sie nun zurückbringen. Sie spürt, wie die Vorfreude ihr Herz schneller schlagen lässt. Nach Hause. Endlich. Zum Johannistag, zu Janis, zu den Sommerfesten. Dorthin, wo die guten Erinnerungen auf sie warten. Greta setzt sich ans Kopfende des Bettes und hält die Fahrkarten unter die Nachttischlampe. 'Poznan', flüstert sie. Warszawa Zachodnia. Warszawa Lotnisko. Der Westbahnhof. Der Flughafen. Die ersten Stationen auf ihrer Reise nach Hause. In Polen. Sie versucht sich vorzustellen, wie ein polnischer Beamter ihren Ausweis kontrolliert, und vor allem, wie sie sich dabei fühlt. Es gelingt ihr nicht. Sie legt sich ins Bett, löscht das Licht und schließt die Augen. Pling-pling. Das wievielte Mal ist sie nun wachgeworden? Schläfrig linst sie aus halbgeöffneten Lidern. Ist es noch Nacht oder beginnender Morgen? Als ob sie von drinnen die Tageszeit ablesen könnte. Einzig über Mittag erreichen wenige Strahlen das Haus 'Sonnenschein'. Das Halbdunkel draußen verändert sich nur, wenn es regnet oder alles unter einer weißen Schneedecke liegt. Morgens hängt der Schlaf in den langen Fluren wie zu allen anderen Tages- und Nachtzeiten der Geruch des Alters: abgestanden, verbraucht wie die Lebenszeit der Bewohner. Greta seufzt. Sie muss schlafen, sie braucht alle Kraft für den morgigen Tag. Beim Aufwachen horcht Greta dem Traum nach. Schienenmusik. Heroischer Gesang. Rufe. Und die hellen Augen der Mutter. Das gehört nicht nach Lettland, nicht zum Haus von Großmutter Anna, aber wohin dann? Die Traumbilder zerfließen, Greta sieht auf die Uhr. Es ist viel zu früh, aber ein wenig aufgeregt darf man vor einer solchen Reise wohl sein. Zurück aus dem Bad stellt sie sich an das große Zimmerfenster. Sie hört die Vögel zwitschern, übermütig, durstig nach Sonne und Wind; die Schwalben sirren über die akkurat beschnittenen Buchsbaumbüsche und trinken aus der breiten Wasserschale. Fröhlich, lebenshungrig, weil die Regentage der letzten Woche Gräser und Würmer, Käfer und Blüten haben gedeihen lassen und die Erde ausatmet, als habe jemand sie frisch umgegraben. Überallhin scheint die Sonne, nur nicht auf den Rasen von Haus 'Sonnenschein'. Lebenshungrig ist auch Greta, frohgemut; gleich, gleich geht es los. Der Montag ist wie geschaffen dafür. Montags wird der ewig gleiche Ablauf von Stunden und Tagen durchbrochen von Fotos oder einem neuen Tuch, herumgezeigt von jenen, die wochenends nicht allein geblieben sind, die nicht umsonst gewartet haben. Einige sind gar von den Kindern oder Enkelkindern zum Mittagessen, zum Kaffeetrinken nach Hause geholt worden. Ganz selten bleibt jemand fort über Nacht, aber selten ist nicht nie, und so hat Greta Irmgard und Frau Doktor am Samstag beim gemeinsamen Kaffeetrinken endlich erzählt, dass sie verreisen wird. Sie haben nicht nachgefragt, das ist Greta recht, sie will nicht lügen. Zu schweigen ist wichtig. Niemand soll sich versehentlich verplappern und womöglich ihren Sohn auf den Plan rufen. Greta mustert das Hochzeitsbild von Andreas und Heike an der Zimmerwand und kneift die Augen zusammen. Seit gut einem Jahr wohnt Greta jetzt im Heim, eine Autostunde nördlich von Berlin. Nicht einmal fünfzig Minuten braucht Andreas, um zu ihr zu fahren, und dennoch tut er es selten. Zwei Stunden sind sie beim Einzug unterwegs gewesen, in Andreas Auto, aber nur, weil Baumschulenweg ein Ortsteil im Berliner Süden ist, einmal quer durch die Hauptstadt, das dauert. In den ersten Stunden im Zimmer hat Greta sich ebenfalls vor das große Fenster gestellt und statt auszupacken, den Schwalben zugeschaut. Sie darum beneidet, wegfliegen zu können, und sich gewundert, dass sie es nicht taten. Nein, gewundert hat sie sich erst ein paar Wochen später; sie hat eine wiedererkannt, weil der Gabelschwanz auf einer Seite kürzer ist. Mitleid hat sie gepackt und auch ein wenig Selbstmitleid. Ihr linkes Bein kommt ihr kürzer vor seit dem Sturz, nicht abgetrennt, eher gestaucht. Nach einem Sturz, nicht auf vereister oder regennasser Straße, geschweige denn auf Bohnerwachs. An jenem milden Tag im Februar des letzten Jahres, als sie auf dem Postamt das Päckchen in Empfang genommen hat. Erst draußen las sie den Absender und erschrak, fiel auf den Gehweg und konnte vor Schmerzen nicht allein wieder aufstehen. Genauso wie als kleines Mädchen in der Küche hat sie sich gefühlt und den Blick der Mutter gespürt. Geschlittert war sie damals, mit der Schulter gegen den Küchenstuhl gekracht, es war nichts passiert, nicht einmal der Stuhl war entzweigebrochen. Sie hatte trotz der Schmerzen gelacht. Den Schreck in den Augen der Mutter hat sie wieder vor sich gesehen, als sie im Februar auf der Straße lag, doch dieses Mal lachte Greta nicht. 'Eine OP ist in Ihrem Alter nicht notwendig, das behandeln wir konventionell', hat der Arzt gesagt, etwas aufgeschrieben und sie wie nebenbei um Zustimmung gebeten: 'Wir planen doch keine große Reise, nicht wahr?' Sie hat ihn nur angeschaut; es dauerte, ehe er bemerkte, dass sie nicht antwortete, aufsah, die Lider senkte und etwas murmelte, das sie nicht verstand. Greta schüttelt den Kopf, als sie daran denkt. Sie benutzt nicht einmal ein Hörgerät, wozu auch? Sie ist fünfundachtzig und nicht hundertzehn, man muss sie nicht anschreien, sie ist nicht schwerhörig. Jedenfalls nicht so, wie Ilse es war. Ach, Ilse, was du wohl dazu sagen würdest, was ich hier mache? Willst du mitkommen? Das ist eine gute Idee, Greta lächelt. Dich mitzunehmen, liebe Freundin. In Gedanken wenigstens, du musstest ja unbedingt vor mir unter die Erde. Das Klappern und Schurren auf dem Flur reißt Greta aus ihren Gedanken. Sie setzt sich wieder aufs Bett. Das Päckchen von Dmitrij hat sie nach den Krankenwochen im Winter hervorgeholt und sich endlich bedankt, die Briefe darin jedoch nicht gelesen. Nur nicht an diese nicht enden wollenden Wochen und die Schmerzen denken, jetzt, wo es ihr gut geht, wo sie endlich verreisen wird. Zu Dmitrij, nach Hause. Ohne Rücksicht auf Andreas, der sie hier abgeladen hat wie einen nicht mehr benötigten Kleiderschrank, der sie viel zu selten anruft oder besucht, der sein eigenes Leben lebt - nun, so ist es wohl richtig. Andreas wollte, dass sie Polen noch einmal besuch...