Beschreibung
Wenn dem Umgang mit der Welt das Staunen, das Zweifeln, die zögerliche Annäherung an deren Unbekanntheiten ausgetrieben wird, schrumpft Lernen zum Erledigen und Beherrschen von Lehrstoffen. Unsere Schulen und Hochschulen drohen bekanntlich unter dem Druck der Ökonomisierung zu Erledigungsbetrieben zu degenerieren. Anlass genug, über Verkürzungen des etablierten Lernbegriffs neu nachzudenken.
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Hersteller:
Julius Beltz GmbH & Co. KG
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Werderstr. 10
DE 69469 Weinheim
Autorenportrait
Horst Rumpf, Jg. 1930, Dr. phil., war Professor des Fachbereichs Erziehungswissenschaft der Universität Frankfurt/Main.
Leseprobe
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Inhalt
Teil I Zur Überwindung eindimensionaler Vorstellungen vom Lernen Kapitel 1: Zwei Lernorientierungen: Weltbeherrschung und Betreffbarkeit Kapitel 2: Phänomenologisch angefrischte Weltwahrnehmung. Unter dem Firnis der Sehgewohnheiten schlafen die Dinge (H. Böhme) Kapitel 3: Staunkraft Das feine Empfinden für etwas, das fraglich und unsicher ist (Dewey) Kapitel 4: Der Körper denkt immer (Bourdieu) Lernen und Leiblichkeit Teil II Lernkrisen Exemplarische Konkretisierungen Kapitel 5: Altvertrautes nimmt fremde und neue Züge an Lernszenen und theoretische Vertiefungen (Adorno, Seel, Holzkamp) Kapitel 6: Fruchtbares Befremden Variationen des Umgangs mit Unerwartbarem (Wilson, Kleist, Bohrer, Th. Mann, Wagenschein) Teil III Zwei Zeugen für Lernen im Gegenstrom, gegen das Bescheidwissen Kapitel 7: Natur-Wissen und Natur-Geheimnis Wie Naturforschung sich bei Adolf Portmann darstellt Kapitel 8: Eine Lernbiographie, die sich auf Widerfahrnisse einlässt (Hans Reutimann) Literatur