Beschreibung
Im Mittelpunkt dieses Buches steht die Landschaftsgeschichte zweier Regionen in Deutschland, die Jahr für Jahr Millionen Menschen aus aller Welt in ihren Bann ziehen und begeistern: das Berchtesgadener Land und der Chiemgau. Jeder kennt den Watzmann, aber welche Kräfte haben dieses gewaltige Bergmassiv emporgehoben und geformt? Welche Prozesse haben so bekannte Gewässer wie den Königssee oder das bayerische Meer - den Chiemsee - geschaffen? Wie gelangten versteinerte Meerestiere in die Felsen der Berchtesgadener und Chiemgauer Berge? Und wie sahen beide Regionen aus, bevor der Mensch dort sesshaft wurde? Die Autoren Ewald Langenscheidt und Alexander Stahr, beide ausgewiesene Kenner dieser Gebiete und ihrer Geologie, liefern in anschaulicher Weise Antworten auf diese Fragen und erläutern allgemein verständlich erdgeschichtliche Zusammenhänge über Jahrmillionen von zwei unmittelbar verbundenen Landschaften. Auch naturräumliche Aspekte wie das Wirken des Menschen in der Landschaft sowie deren Nutzung und Umgestaltung machen die beiden Autoren fassbar und verdeutlichen nicht zuletzt die enge Beziehung zwischen Mensch und Landschaft. Eindrucksvolles Bildmaterial sowie Hinweise zu Sehenswürdigkeiten, Ausflugs- und Wandertipps runden das Werk ab.
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Autorenportrait
Dr. Ewald Langenscheidt studierte an der Philipps-Universität in Marburg an der Lahn Geologie, Paläontologie und Mineralogie mit Abschluss Diplom-Geologe. Seit Ende der siebziger Jahre beschäftigt er sich mit den Nördlichen Kalkalpen und speziell mit den Berchtesgadener Alpen. Er war Mitarbeiter im UNESCO-Projekt MAB 6 "Einfluss des Menschen auf Hochgebirgsökosysteme" und koordinierte das Verbundprojekt "Bodenforschung im Deutschen Alpenraum" des Bundesministeriums für Forschung und Technologie. Er erstellte die geologische Karte des Nationalparks Berchtesgaden, verfasste ingenieurgeologisch-felsmechanische Gutachten über die Festgesteine in den Berchtesgadener Alpen, veröffentlichte mehrere Bücher sowie wissenschaftliche Beiträge über die Geologie der Nördlichen Kalkalpen und gründete das geowissenschaftliche Planungsbüro Geo&Natur.Dr. Alexander Stahr studierte in Frankfurt am Main an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Geographie, Geologie, Bodenkunde und Botanik mit Abschluss Diplom-Geograph. Seit 1986 befasst er sich mit den Böden und der Geomorphologie der Alpen. Er verfasste unter anderem bodenkundliche Gutachten für die Tiroler Forstverwaltung, schrieb mehrere Bücher sowie zahlreiche Fachartikel zu bodenkundlichen und geologisch-geomorphologischen Themen über die Alpen und andere Gebirge. 1996 promovierte er am Fachbereich Geowissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität mit einer bodenkundlichen Dissertation über die Böden und Bodenerosion in den Berchtesgadener Alpen zum Dr. phil. nat. Im Jahr 1999 gründete er das wissenschaftliche Redaktionsbüro Lesestein.de.
Inhalt
Zu Beginn.- 1 Prolog. 1.1 Grenzen: Berchtesgadener Land und Chiemgau. 1.2 Eine Theorie erklärt.- 2 Prinzipien oder: Wie entsteht ein Gebirge?- 3 Zig Jahrmillionen - Erdgeschichte im Zeitraffer. 3.1 Von den Anfängen der Erde bis zum Ende des Erdaltertums. 3.2 In der Triaszeit: Ein Meer breitet sich aus. 3.3 Im Jura: Die Gebirgsbildung beginnt. 3.4 Kreidezeit bis Alttertiär: frühe Gebirgsbildung, Land und Meer. 3.5 Höheres Alttertiär bis Beginn des Quartärs.- 4 Festgesteine im Portrait. 4.1 Meerwasser verdampft: Haselgebirge. 4.2 Sandig: Werfener Schichten. 4.3 Überall Kalk: Dachsteinkalk, Hallstätter Kalk, Wettersteinkalk. 4.4 Immer bröselig: Dolomit. 4.5 Stets sauer: Ruhpoldinger Radiolarit.- 5 Eiszeit. 5.1 Findlinge oder: die lange Diskussion. 5.2 Die Würm und ihre Eiszeit. 5.3 Zeugnisse der Eiszeiten im Berchtesgadener Land und Chiemgau.- 6 Böden im Portrait. 6.1 Auf nacktem Gestein: Humusböden. 6.2 Schmale Rohkost: Syrosem. 6.3 Es raschelt: Rendzina & Co. 6.4 Rost wohin man sieht: Braunerde. 6.5 Ich bin stinksauer: Podsol. 6.6 Feuchtgebiete: Gley, Pseudogley & Co. 6.7 Bayerischer Filz: Moore. 6.8 Menschenboden: Hortisol. 6.9 Böden: Archive der Landschafts- und Kulturgeschichte.- 7 Warmzeit. 7.1 Artensterben und Neolithische Revolution. 7.2 Kelten und Römer. 7.3 Mittelalter: dem Wald an den Kragen. 7.4 Almen: Nachhaltigkeit und Wandel. 7.5 Was aufsteigt, kommt herunter. 7.6 Ein kurzer Ausblick in die noch verbleibende Warmzeit.- 8 Schätze. 8.1 Das weiße Gold: Salz. 8.2 Eisenerzbergbau: heute ohne Bedeutung. 8.3 Wald: der Energielieferant. 8.4 Torf: vom Brennmaterial zur Gartenerde.- 9 Sehenswürdigkeiten, Ausflüge und Wanderungen. 9.1 Museen und Ausflugsziele. 9.2 Themenwanderwege. 9.3 Zu guter Letzt.- Literatur.- Sachregister