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Walter Kleinfeldt

Fotos von der Front 1914-1918/Photos du front 1915-1918, Visuelle Kultur. Studien und Materialien 7, Visuelle Kultur. Studien und Materialien 8

Erschienen am 15.04.2014
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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783830929352
Sprache: Deutsch
Umfang: 187 S., zahlr. Abb.
Format (T/L/B): 1.5 x 23 x 16 cm
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Kaum sechzehnjährig meldet sich Walter Kleinfeldt (1899-1945) aus dem schwa¨bischen Reutlingen im Fru¨hjahr 1915 freiwillig an die nordfranzösische Front. An der Somme erlebt er den monatelangen Grabenkrieg. Die meisten seiner Kameraden sterben. Kleinfeldt fotografiert wa¨hrenddessen den Krieg mit einer einfachen Plattenkamera: zerschossene Sta¨dte und Do¨rfer, demolierte Untersta¨nde, tote Krieger und Verwundete, aber auch den Alltag der Soldaten im Graben. Seine Bilder haben einen dokumentarischen Charakter und nehmen bereits das spa¨tere Wirken als Berufsfotograf vorweg. Kaum ein Bild misslingt - der junge Mann muss ein lichtbildnerisches Naturtalent gewesen sein. Rund 130 der einst 149 Fotografien haben die Zeit überdauert. Der Tübinger Kultur- und Medienwissenschafter Ulrich Hägele hat Kleinfeldts Aufnahmen für die Ausstellung und den Katalog zusammengestellt und mit schriftlichen Selbstzeugnissen des Fotografen aus Kriegstagebuch und Feldpostbriefen versehen - eine berührende und bedrückende Geschichte in Bildern aus dem Ersten Weltkrieg. Au printemps 1915, Walter Kleinfeldt (1899-1945), à peine 16 ans venant de la ville souabe de Reutlingen, s'engage comme volontaire pour combattre au front. Le long de la Somme il voit et vit la guerre de tranchées qui dure depuis plusieurs mois. La majorité de ses camarades meurt. Pendant ce temps, Kleinfeldt prend la guerre en photo avec un simple daguerréotype: des villes et des villages détruits, des hangars démolis, des combattants morts et des blessés, mais aussi le quotidien des soldats dans les tranchées. Ses images ont un caractère documentaire et anticipent déjà son oeuvre future comme photographe professionnel. Presque toutes les photos sont réussies - le jeune homme devait avoir un talent inné pour la photographie. Environ 130 des 149 photographies sont conservées. Le spécialiste en Cultural Studies et en science des médias de Tübingen, Ulrich Hägele, a regroupé les photos de Kleinfeldt pour l'exposition et pour le catalogue. Il y a rajouté les témoignages écrits du photographe tirés de son journal de guerre et de ses correspondances de guerre - une histoire touchante et oppressante transmise par ses photos de la Première Guerre mondiale.

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Autorenportrait

Ulrich Hägele, Dr., geb. 1958 in Stuttgart. Studium der Empirischen Kulturwissenschaft und Kunstgeschichte in Tübingen. Museumsarbeit und Ausbildung zum Redakteur beim SWR. Seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Neuphilologischen Seminar, Abteilung Medienwissenschaften der Universität Tübingen. Außerdem freiberuflich tätig als Ausstellungsmacher, Autor, Dozent und Uni-Coach. Forschungsschwerpunkte: Visuelle Kultur und Medien, Geschichte der Fotografie, Jugendkultur, Architektur und Denkmalpflege. Lebt in Tübingen. www.unicoaching.de

Rezension

Das Buch ist eine interessante Entdeckung, da es eine Kriegsdokumentation mit persönlichen Erlebnissen verbindet und gleichzeitig die kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich thematisiert [...] Man erkennt in den Sujets und der Bildgestaltung den kommenden Photojournalisten, aber sie sind persönlicher und damit authentischer als die Kriegsphotographien im zweiten Weltkrieg. In vielen Motiven erkennt man Orte und Situationen, die heute Mahnmale und Memorials sind und doch nicht mehr die Schrecken des Krieges wiedergeben. Ein wichtiges und nachdenklich stimmendes Zeitdokument der Photographie. – Aus: Deutsche Gesellschaft für Photographie e.V.

Der Fotoband vermag eine außerordentliche Sammlung von Zeugnissen des Ersten Weltkriegs auf sinnvolle Art und Weise mit Hintergrundinformationen verbinden. Dank der Vielfalt von Kleinfeldts Aufnahmen können viele Aspekte des Frontalltags junger Soldaten veranschaulicht werden. Vor allem die gekonnte Zusammenstellung der Abschnitte aus Kleinfeldts schriftlichen und visuellen Zeugnissen macht den Band zu einer eindrucksvollen Gesamtdokumentation einer persönlichen und doch übertragbaren Fronterfahrung. – Lisa-Sophie Meyer auf: VISUAL HISTORY

Hägele greift mit diesem Band das wenig dokumentierte Thema der privaten Kriegsfotografie in Verbindung mit schriftlichen Quellen des Ersten Weltkrieges auf. Das Foto als historische Quelle wird hier auf sehr lebendige Weise in Szene geSetzt. [...] Offen gebliebene Fragen sind in diesem Kontext unvermeidlich und machen das Thema so vielschichtig und gleichzeitig in der Bearbeitung auch diffizil und spannend. Ulrich Hägele leistet hier einen weiteren wichtigen Beitrag zur Bearbeitung und Präsentation von historischen Fotografien. Er zeigt die Reichhaltigkeit dieser historischen Quellen auf, die es wert sind, weiter untersucht zu werden. Mit dem vorliegenden Ausstellungsband wurde ein einmaliger Quellenbestand vielseitig und intensiv aufgearbeitet. – Julia Wackerbarth in: Zeitschrift für Volkskunde, 2/2015

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