Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783830940388
Sprache: Deutsch
Umfang: 174 S., 1 farbige Illustr.
Format (T/L/B): 1.2 x 23.5 x 16.5 cm
Einband: kartoniertes Buch
Beschreibung
Mehr denn je muss sich Musikpädagogik sowohl gesellschaftlichen als auch politischen Diskussionen stellen. Tradierte Blickwinkel sind kritisch zu überdenken und zu hinterfragen. Lässt man sich hierauf ein, dann spricht einiges dafür, dass hier mehr als nur ein Vorzeichenwechsel im traditionellen Sinn vorliegt. Wenn es nicht mehr ausreicht, bewährte Verfahrensweisen und Denkmuster musikpädagogischer Arbeit allein um neue Zielgruppen und didaktische Paradigmen zu ergänzen, dann steht Musikpädagogik wohl aktuell an einem Punkt, an dem der Rückzug auf das vermeintliche Kerngeschäft nicht mehr möglich, eine grundlegende Neuorientierung notwendig und selbst eine normativ-politische Positionierung unausweichlich erscheint.
Produktsicherheitsverordnung
Hersteller:
BoD - Books on Demand
info@bod.de
In de Tarpen 42
DE 22848 Norderstedt
Autorenportrait
Peter Röbke war Musikschullehrer und -leiter in Berlin und ist seit 1994 Professor für Instrumental- und Gesangspädagogik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie seit Oktober 2010 Vorstand des dortigen Instituts für musikpädagogische Forschung, Musikdidaktik und Elementares Musizieren. Wichtigste Veröffentlichungen: Vom Handwerk zur Kunst. Didaktische Grundlagen des Instrumentalunterrichts, Das Musizieren und die Gefühle. Instrumentalpädagogik und Psychoanalyse im Dialog (gemeinsam mit Helmuth Figdor) sowie Musikschule gibt es nur im Plural (gemeinsam mit Natalia Ardila-Mantilla und Hanns Stekel).
Rezension
Der im Band unternommene diskursive Vorzeichenwechsel schlägt in 13 Beiträgen kritische Perspektiven vor und zeigt dabei keine Scheu vor unbequemen Fragen und Dissonanzen zu Zugängen, Teilhabe und Ausschluss. – Mariama Diagne, in: mdw - Magazin der universität für musik und darstellende kunst wien Dezember 2020/Jänner 2021, S.72.
Eindeutige Antworten und Patentrezepte in Bezug auf die Ausgangsfragen zur (Neu)ausrichtung der Musikpädagogik werden innerhalb der Beiträge nicht geliefert; dies ist aber auch nicht der Anspruch der Publikation. Vielmehr möchten die AutorInnen das Bewusstsein für Ungleichheiten und Bewertungssysteme schärfen und MusikpädagogInnen ermutigen, die eigene Arbeit sowie die Standpunkte von Institutionen kritisch zu reflektieren und sich in der Zukunft offen mit den Forderungen nach Diversität und Vielfalt auseinanderzuSetzen. – Anna Catharina Nimczik, in: üben & musizieren 3/21, S. 58.