Beschreibung
Seit 2002 existiert der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag, zuständig für Delikte des Völkerstrafrechts. Eine Errungenschaft zweifellos, gleichzeitig eine ständige Herausforderung an Recht, Gesetz und Politik.Kann der Gerichtshof die Anforderung an die Neutralität internationaler Rechtsprechung erfüllen, oder wie groß ist der Einfluss der Politik auf die Verfahren? Welche Rolle spielen Überlegungen zur Amnestie? Und wie agieren die internationalen Gerichte im Spannungsfeld zwischen Friedenssicherung und Gerechtigkeit?
Autorenportrait
William A. Schabas ist Professor für internationales Recht an der Middlesex University in London und Professor für Menschenrechte am Irish Centre for Human Rights der Irish National University in Galway.Von 2002 bis 2004 war er einer von drei Mitgliedern der internationalen Kommission für Wahrheit und Versöhnung von Sierra Leone.
Inhalt
EinleitungJustiz der Sieger - Wer soll auf die Anklagebank?Parteinahme bei den Ad-hoc-GerichtshöfenAuswahl der "Situationen", in denen der Internationale Gerichtshof tätig wirdDie Schwere des VerbrechensDie unvollendete Debatte um die politische RichtungWer hat Angst vor Siegerjustiz?Geschichte, internationale Gerichtsbarkeit und das Recht auf WahrheitBilanzierung der GeschehnisseDas Recht auf WahrheitKein Frieden ohne Gerechtigkeit? Das Amnestie-DilemmaVerbietet das Völkerrecht Amnestien?Die Opfer und das Recht auf GerechtigkeitDie Haltung des Internationalen StrafgerichtshofsGehören Amnestien "vom Tisch"?Schlussbemerkungen
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