Beschreibung
Gregor Spörk ist Maler. Bis jetzt hat er ganz gut vom Verkauf seiner Bilder leben können. Bis seine Frau die Scheidung will. Spörk verliert Haus und existenzielle Basis. In einem Campingbus begibt er sich auf die Suche nach einer vorläufigen Bleibe. Seinen Bekannten geht es hinter den scheinbar intakten Fassaden um nichts besser. Als Avantgardist des Mangels lernt er mit Knappheit und Unsicherheit zu leben. Und seine prekäre Situation als Herausforderung zu begreifen. Olga, eine Fernsehredakteurin aus Hamburg, die ihm buchstäblich auf der grünen Wiese über den Weg läuft, bringt den mittellosen Maler im Wohnmobil groß heraus. Der „Maler zwischen dem Zwischen und Zwischen“ gelangt als Medienstar zu Ansehen. Und Geld. Bis er nicht mehr der arme Künstler ist.
Autorenportrait
Friedrich Hahn 1952 in Niederösterreich geboren. Seit 1969 schriftstellerische Tätigkeit, literarische Veröffentlichungen und Mitarbeit bei verschiedenen Zeitschriften, u.a. bei neue texte, Pult und Podium. 2001 Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich. Lebt und arbeitet als freier Autor in Wien/Alsergrund. Zuletzt erschienen: Von allem Ende an (edition laurin, 2010).
Rezension
Ein Lesegenuss! Wolfgang Straub, Die PresseAuch diesmal wählt Friedrich Hahn (Jahrgang 1952) einen Protogonisten, der ein Einzelgänger ist. Gregor Spörk lebt ein Leben, „das nicht er lebt. Sondern das ihn lebt.“ Hahns Sprache ist klar, scharf. Meist wählt er kurze, sehr präzise Sätze, die genau zu einem Typen Namens Gregor Spörk passen.Emily Walton, Literaturhaus WienFriedrich Hahn bedient sich einer Sprache, die keine großen Sprünge zulässt,sie bleibt in ihrer Kargheit auf dem Boden der Verhältnisse, liefertSachverhalte und beschränkt sich auf das Notwendige. Das macht einrätselhaftes Leben nicht vorschnell dingfest.Anton Thuswalder, Salzburger Nachrichten, Buchtipp im Oktober