Beschreibung
Nachdem ich Lehrzeit (Verlagskaufmann) und Abendgymnasium erfolgreich hinter mich gebracht hatte, konnte ich als 22-jähriger im Frühjahr 1959 endlich das lang- ersehnte Germanistik-Studium aufnehmen.
Literaturwissenschaftlichen Kenntniserwerb und Literaturvermittlung an Schüler und Studenten fühlte ich als eine Art Berufung, und so machte ich aus meinem anspruchsvollen Hobby meinen immer mit Freude ausgeübten Beruf, in dem ich seit 1965 in universitären Veranstaltungen, Vorträgen in aller Welt und in vielen Schriften wirken durfte.
Seit 1957 pflegte ich zu meinem Privatvergnügen Passagen aus der Literatur zu exzerpieren, die mich ihrer poetischen Schönheit oder ihres Bezugs auf mich und meine jeweiligen Situationen, aber zuweilen auch durch ihre genialen Pointen ansprachen.
Ich schütte hier den in über sechs Jahrzehnten gesammelten Schatz (um längere Passagen aus Dichtungen gekürzt) hier so einfach aus - ohne philologischen Anspruch (obwohl zuweilen von Philologie die Rede ist), ohne Quellennachweise, jedoch strikt nach der zeitlichen Reihenfolge der Eintragungen in das „Schwarze Schering-Büchlein“, das mir meine früheste Freundin zu diesem Zweck vor 65 Jahren aus dem Material ihres damaligen Arbeitgebers in Düsseldorf geschenkt hat.
Heinz Rölleke, Neuss, im Jahr 2022