Beschreibung
Die Beliebtheit von Ritterturnieren, Ritterburgen, Ritterspielzeug und Ritterromanen zeigt, dass das mittelalterliche Rittertum auch heute noch Jung und Alt zu faszinieren versteht. Auch das Ideal der Ritterlichkeit hat als menschliches Tugendsystem das Mittelalter überlebt und den neuzeitlichen Kavalier und das Pfadfindertum geprägt. In der katholischen Kirche lebt das Rittertum in den verschiedenen Ritterorden fort: im Ritterorden vom Heiligen Grab in Jerusalem, im Johanniter- bzw. Malteser-Orden, im Deutschen Orden, im Orden vom Goldenen Vlies, im Orden des hl. Lazarus in Jerusalem und weiteren Ritterorden. Darüber hinaus ehrt der Papst herausragende Persönlichkeiten mit päpstlichen Verdienstorden, die ehemals echte Ritterorden waren: mit dem höchsten Christusorden, dem Orden vom goldenen Sporn, dem Pius-Orden, dem Orden des heiligen Gregors des Großen und dem Orden des heiligen Papstes Silvester.
Hierbei stellen sich Fragen: Wie kam es eigentlich zur Bildung eines christlichen Rittertums? Haben die Ritterorden ihr Ziel erreicht? Wie wurde man im Mittelalter zum Ritter? Worin liegt die bleibende Bedeutung der christlichen Ritterschaft? Welches Verhältnis besteht zwischen der Ritterweihe und dem Sakrament der Firmung? Schließlich: Welche geistliche Bedeutung haben die ritterlichen Insignien: Schild, Kettenhemd, Schwert, Sporen, Rittermantel, Ritterkreuz und Rittereid? Diesen Fragen geht der Autor anlässlich seiner Investitur zum Ritter der Schwarzen Madonna von Jasna Góra in Tschenstochau/Polen nach.
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Dr. theol. Peter Christoph Düren, geb. 1964 in Düren/Rheinland, verheiratet und Vater dreier Kinder, Autor mehrerer Bücher und Theologischer Referent im Referat Glaubenslehre und Gottesdienst des Bischöflichen Ordinariates Augsburg.