0

Flucht in den Zivilprozess

Antisemitischer Wirtschaftsboykott vor den Zivilgerichten der Weimarer Republik

Erschienen am 11.03.2009, 1., Aufl.
19,00 €
(inkl. MwSt.)

Noch nicht lieferbar

In den Warenkorb
Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783940938220
Sprache: Deutsch
Umfang: 173
Format (T/L/B): 24.0 x 16.0 cm

Beschreibung

War die Justiz der Weimarer Republik auf dem rechten Auge blind? Für die Strafjustiz liegen zahlreiche Arbeiten vor, die diese These bestätigen. Die vorliegende Studie geht der Frage nach, wie Zivilgerichte in der Weimarer Republik reagierten, wenn sie mit Fällen antisemitischen Wirtschaftsboykotts konfrontiert wurden. Kern der Arbeit ist eine Nachzeichnung der Rechtsprechungsentwicklung vom ersten überlieferten Zivilurteil zum Boykott aus dem Jahr 1925 bis zu den von der nationalsozialistischen Machtübernahme im Januar 1933 vereitelten Versuchen, einen Boykottfall zur grundsätzlichen Entscheidung vor das Reichsgericht zu bringen. Dabei werden vor allem Akten des Archivs des Berliner Hauptbüros des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (CV) ausgewertet. Die untersuchten Entscheidungen zeigen, dass das Zivilrecht nicht resistenter gegen undemokratische und antisemitische Einstellungen war als das Strafrecht. Ein ernüchterndes Ergebnis der Untersuchung ist, dass deutsche Juden dort, wo sie nicht Akteure im Diskurs um den Antisemitismus waren, keinen hinreichenden Schutz vor antisemitischem Boykott erlangen konnten.

Weitere Artikel aus der Reihe "Dokumente, Texte, Materialien"

Lieferbar innerhalb 1 - 2 Wochen

19,00 €
inkl. MwSt.

Lieferbar innerhalb 1 - 2 Wochen

21,00 €
inkl. MwSt.

Lieferbar innerhalb 1 - 2 Wochen

14,90 €
inkl. MwSt.
Alle Artikel anzeigen