Beschreibung
Ismail lebt seit 18 Jahren in Deutschland und führt ein einsames und trauriges Leben. Er kennt, außer seinen Kollegen, niemanden und wird von seinem Gewissen geplagt, weil er im Exil und nicht in die Berge gegangen ist wie sein Bruder. Sein Vater macht ihn für das Verschwinden des Bruders verantwortlich und hat ihn aus der Familie ausgestoßen.
Als Ismail eines Tages die Nachricht erhält, dass sein Vater im Sterben liegt macht er sich auf den Weg in die Heimat. Aber sein Vater will ihn auch auf dem Sterbebett nicht empfangen. In der Hoffnung von seinem Vater wieder in die Familie aufgenommen zu werden macht er sich auf die Suche nach seinem Bruder. Eine Suche die ihn in die Berge führt, bis in die kurdischen Gebiete des Irak, wo er zum ersten Mal die gehisste kurdische Flagge sieht, zu sich selbst findet und eine zarte neue Liebe beginnt …
Yavuz Ekinci erzählt in diesem Roman, seinem in der Türkei erfolgreichsten Buch, für das er wegen »Terrorpropaganda« angeklagt wurde, eine Geschichte aus dem kurdischen Widerstand und der Diaspora, die, angesichts der derzeitigen Ereignisse in der Türkei und der Debatten um Migration hier, eine akute poetische und politische Dringlichkeit hat.
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Autorenportrait
Yavuz Ekinci,1979 in Batman geboren, arbeitete als Lehrer und ist Herausgeber einer Reihe zur kurdischen Exilliteratur. Für sein Prosawerk erhielt er zahlreiche Preise und gilt in der Türkei als einer der bedeutendsten Schriftsteller seiner Generation. Auf deutsch erschienen bisher die Romane Der Tag, an dem ein Mann vom Berg Amar kam (2017), Die Tränen des Propheten (2019) und Das ferne Dorf meiner Kindheit (2023). Ekinci lebt in Istanbul und inzwischen auch in Berlin.