Beschreibung
Auch nach dem Mauerbau am 13. August 1961 kamen Zuwanderer aus der DDR in die Bundesrepublik und nach West-Berlin – wenn auch in weit geringerer Zahl als zuvor. Mehr als eine Million Ostdeutsche gelangten von 1962 bis zum Sommer 1990 durch Flucht, Ausreise oder Freikauf von Ost nach West. Bettina Effner schildert, wie die Aufnahme der DDR-Zuwanderer in den 1970/80er Jahren politisch-juristisch gestaltet wurde, welche öffentlichen Debatten um sie kreisten und wie Westdeutsche die Neuankömmlinge wahrnahmen. Ausführlich dargestellt werden außerdem Erfahrungen ostdeutscher Flüchtlinge und Übersiedler bei ihrem Ankommen und Heimischwerden im Westen. Die Autorin differenziert die bisherige monolithische Sicht der Aufnahme von DDR-Zuwanderern im dargestellten Zeitraum. Erstmals werden zudem auf Grundlage autobiografischer Quellen individuelle Wahrnehmungen und Erfahrungen von Ostdeutschen rekonstruiert, die sie während ihrer Neubeheimatung im Westen machten.
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Autorenportrait
1971 in Einbeck (Niedersachsen) geboren, studierte Geschichte und Germanistik in Münster und Berlin, seit 2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Leiterin der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, (Mit-)Kuratorin der Dauerausstellung sowie zahlreicher Sonderausstellungen, betreute mehrere Publikationen. Von 2013 bis 2017 arbeitete Bettina Effner in dem von der VolkswagenStiftung geförderten Forschungsprojekt Im Westen angekommen? Die Integration von DDR-Zuwanderern als historischer Prozess, aus dem 2019 ihre Dissertation hervorging.