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Briefe an die Nachwelt - Gespräche über die Weltverachtung

Übersetzt und eingeleitet von Hermann Hefele

Erschienen am 31.01.2025, 1. Auflage 2025
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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783966624718
Sprache: Deutsch
Umfang: 268 S.
Format (T/L/B): 2.4 x 22.1 x 14 cm
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

Man hat Petrarca in weiteren Kreisen bisher meist nur als den schmachtenden Sänger der Laura gekannt. Die drei Schriften, die im folgenden aus der Fülle seiner Werke herausgegriffen sind - eine charakteristische Selbstbiographie, eine ernste Seelenbeichte und eine Darlegung seiner Weltanschauung - zeigen ihn von einer anderen Seite. Es sind Dokumente eines persönlichen, reich entwickelten geistigen Lebens und zugleich Dokumente einer werdenden grandiosen Geisteskultur, die aus dem zarten, weichen Kolorit, dem vornehm gedämpften Rhythmus und der ebenmäßigen Diktion der in den folgenden Seiten wiedergegebenen Prosa Petrarcas zu uns reden.

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Autorenportrait

Francesco Petrarca (1304-1374), italienischer Dichter und Geschichtsschreiber, gilt als Mitbegründer des Renaissance-Humanismus und zusammen mit Dante Alighieri und Boccaccio als einer der wichtigsten Vertreter der frühen italienischen Literatur. Mit sieben Jahren mußte Petrarca mit seinem Vater ins Exil nach Avignon. Petrarca studierte ab 1316 Jura in Montpellier und ab 1320 in Bologna. 1326 kehrte er nach Avignon zurück. Das rechtswissenschaftliche Studium brach er ab, danach erhielt die niederen Weihen. Petrarca wählte sich den Kirchenvater Augustinus zu seinem Vorbild und versuchte, dessen Lebenswandel nachzueifern. Am 6. April 1327 erblickte er eine junge Frau, die er Laura nannte und zur dauerhafte Quelle seiner dichterischen Inspiration wurde. Petrarca reiste durch Frankreich, Deutschland und Belgien. Danach zog er sich nach Fontaine-de-Vaucluse bei Avignon zurück. Dort lebte er von 1337 bis 1349 und schrieb einen großen Teil seines »Canzoniere«. 1341 wurde Petrarca auf dem Kapitol in Rom zum Dichter gekrönt. Zwischenzeitlich lebte er am Hof des Kardinals Giovanni Colonna in Avignon und für acht Jahre war er Gesandter in Mailand. Das letzte Jahrzehnt lebte er abwechselnd in Venedig und Arquà. Als angesehener Experte für antike Dokumente wurde Petrarca 1361 von Kaiser Karl IV. beauftragt, die Urkunden des Privilegium Maius zu begutachten, einer habsburgischen Fälschung, die dem Fürstenhaus zahlreiche Privilegien verbriefen sollte. Petrarcas Urteil über die Fälschung fiel vernichtend aus. Petrarcas Hauptinteresse galt der Wiederbelebung der Antike in ihrer Gesamtheit, was ihn zum Mitbegründer des heute sogenannten Renaissance-Humanismus machte. Sein »Canzoniere«, ein Gedichtzyklus von 366 Gedichten, darunter 317 Sonette, in denen er seine reine, ausdauernde Liebe zu Laura besingt, prägte inhaltlich und formal die europäische Lyrik der Renaissance (Petrarkismus). Mit Ausnahme des »Canzoniere« und der »Triumphi« schrieb Petrarca seine Werke in (neu)lateinischer Sprache. Dies gilt auch für sein unvollendetes Epos »Africa«, auf das sich die Dichterkrönung 1341 bezog. Ausgangspunkt für seine Geschichtsschreibung war das Vorbild der Antike. Er versuchte, antike geschichtliche Beispiele auf die Gegenwart anzuwenden (viri illustres). Petrarca verstand die Geschichte als Exemplum. Geschichtsschreibung müsse dem Menschen Beispiele für sein Handeln liefern. Neu im Sinne eines Aufbruchs in die Renaissance war, daß Petrarca den Menschen in den Mittelpunkt des Weltgeschehens rückt. Dieser Perspektivenwechsel beeinflußte nachhaltig die Geschichte der Geschichtsschreibung.

Inhalt

Inhalt Einleitung Brief an die Nachwelt Gespräche über die Weltverachtung Büchlein von seiner und vieler Leute Unwissenheit

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