In der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Anna Seghers nimmt ein Flüchtling in Marseille die Identität eines toten Schriftstellers an. In der Hafenstadt erwarten ihn unzählige Behörden- und Botschafts-Besuche – und eine geheimnisvolle Frau, der er verfällt. Regisseur Christian Petzoldverschränkt in seinem toll besetzten Drama Transit Vergangenheit und Gegenwart. So schafft er aktuelle Bezüge und verdeutlicht die Gemeinsamkeiten damaliger und heutiger Heimatloser. Leider verliert sich der Film in inhaltlichen Wiederholungen, und auch die Auflösung zeichnet sich zu früh ab.