Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783110561845
Sprache: Deutsch
Umfang: IX, 317 S., 1 s/w Illustr., 1 b/w ill.
Format (T/L/B): 2.2 x 23.5 x 16.2 cm
Einband: gebundenes Buch
Beschreibung
Die Phänomenologie hat in der Geschichte der Literaturwissenschaft vielfältige Spuren hinterlassen, ist aber in ihrer Rolle als Bezugstheorie bislang unterbelichtet geblieben. Mit besonderem Augenmerk auf die Interpretationstheorie werden in dieser Arbeit zentrale Stationen der literaturwissenschaftlichen Rezeption der Phänomenologie rekonstruiert. Dies geschieht zum einen durch eine wissenschaftshistorische Kontextualisierung von prominenten Versuchen, die Phänomenologie für die Literaturwissenschaft fruchtbar zu machen. Ausgehend von Edmund Husserl wird für Roman Ingarden, René Wellek, Eric Donald Hirsch, Wolfgang Iser und andere gezeigt, wie Theoreme und Begriffe, aber auch theoriegeleitete Metaphern aus der Philosophie in die Literaturwissenschaft eingewandert sind und hier ihre ganz eigene Wirkung entfalten konnten. Zum anderen werden in systematischer Hinsicht Problemlösungsstrategien und Begründungsmodi in der literaturwissenschaftlichen Theoriebildung analysiert und vergleichend auf ihr theoretisches und methodisches Potential hin befragt. So leistet diese Arbeit einerseits einen Beitrag zur Aufarbeitung der Fachgeschichte, andererseits einen analytischen Beitrag zur aktuellen philologischen Hermeneutik.
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Autorenportrait
Jørgen Sneis, University of Bielefeld, Germany.