Beschreibung
'Zeit für Gefühle', 'Schrei vor Glück', 'Aus Freude am Fahren' - Werbeslogans wie diese illustrieren aufs Schönste einen zentralen Mechanismus des zeitgenössischen Kapitalismus: Waren produzieren Gefühle und zugleich werden Gefühle zu Waren. Wie kam es zu dieser Verschränkung von Emotionen und Konsum? Was bedeutet sie für die Identität des modernen Subjekts? Und wie lassen sich wahre Gefühle erkennen und Warengefühle kritisieren? Die hier versammelten Beiträge gehen diesen Fragen in konkreten Feldern (z. B. Tourismus, Musik, Sexualität) nach und fügen sich zu einer umfassenden Ethnographie des Strebens nach emotionaler Authentizität - jener modernen Erfahrung, so die These dieses Buches, die durch die Koproduktion von Gefühlen und Konsumpraktiken erst erzeugt wird.
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Autorenportrait
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Rezension
»Doch dass die Gefühlserkundungen dieses interessanten Sammelbandes vor allem im theoretischen Überbau zu Widerspruch und Denkanstrengungen reizen, ist auf dem Feld der kritischen Wissenschaft eher als Kompliment zu sehen. Hier verbinden sich alte Fragen mit neuen Problemen und kreativen Analysen.«
»Ohne ihre Eigenständigkeit einzubüßen, beziehen sich alle Autoren auf Illouz' Grundüberlegungen und machen aus ein Werk aus einem Guss. ... Wer [›die kollektive Monographie‹] liest, so viel steht fest, wird weder lachen noch weinen, er wird vielmehr verstehen, dass Lachen und Weinen nicht einfach natürliche Gefühlsregungen sind, sondern häufig Teil eines lukrativen Geschäfts.«
»Illouz' originelle Analyse der gegenwärtigen Verhältnisse öffnet den Blick für eine Vielfalt weiterer explorierender Forschungen.«
»Der vorliegende Sammelband liefert einen wichtigen Beitrag zu einer kritischen Erneuerung des aktuellen Diskurses über den Kapitalismus und seine neoliberale Ausformung in den westlichen Gesellschaften.«
Leseprobe
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