Beschreibung
Als Das dritte Buch über Achim im September 1961 erschien, wurde es der Roman zum Mauerbau. Erzählt wird, wie der Versuch eines BRD-Reporters, die Biografie eines Radsport-Idols der DDR zu schreiben, an den deutsch-deutschen Unterschieden scheitert. Johnsons Buch traf den historischen Moment: Es macht den Grenzverlauf sichtbar und zeichnet ein präzises Bild beider Deutschlands bis in die tagespolitische Aktualität des Jahres 1960. Knapp 60 Jahre später ist der Roman nicht weniger aktuell, allerdings aus anderen Gründen: Er handelt von Kompromissen und Lebenslügen, von Ästhetik und Ideologie, vom Missbrauch des Sports und der Sprache für politische Zwecke. Nicht zuletzt ist nun erkennbar, dass Das dritte Buch über Achim auch eine Selbstverständigung des jungen Uwe Johnson ist über ein Schreiben unter den Bedingungen, von denen der Roman erzählt. Er ist ein formales Experiment, das die Leser in ein Gespräch ziehen soll über die Unmöglichkeit, ein Leben durch Erzählen zu erfassen. Das dritte Buch über Achim erscheint als Band 3 der Rostocker Ausgabe der Werke, Schriften und Briefe von Uwe Johnson.
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Rezension
»Die Neuausgabe dieses zweiten Romans von Uwe Johnson, der damals gerade einmal siebenundzwanzig Jahre alt war, ermöglicht es nun seinen Leserinnen und Lesern, nachzuvollziehen, welch bedeutsames Kunstwerk uns nunmehr ›in einer verlässlichen Textausgabe zugänglich‹ gemacht wird.«
»Knapp 60 Jahre nach seinem Erscheinen lässt die (Re)-Lektüre staunen. vermag in Wiedervereinigungsdebatten nach wie vor seinen Beitrag zu leisten. Die Neuausgabe wartet mit einem umfänglichen, durchaus leserfreundlichen Apparat auf-von Textkritik bis Sachkommentar: Eine riesige Fundgrube, nicht allein für ›Johnsonianer‹. Sich darin zu vertiefen, schärft historisches Bewusstsein.«
»Uwe Johnson und sein Werk sind - wenn nicht alles täuscht - noch immer Geheimtipp. Die historischkritische Rostocker Ausgabe seiner Werke, Schriften und Briefe ... bietet die Chance, einen der ganz großen deutschen Schriftsteller wieder oder ganz neu zu entdecken. Wir sollten sie nutzen - es lohnt!«
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