Beschreibung
So nahe Lüge und Selbsttäuschung beieinander liegen, so sind sie doch nicht deckungsgleich. Während man bei einer Lüge eher an den anderen denkt, der belogen wird, ist es bei der Selbsttäuschung klar, dass man es selbst ist, der sich täuscht. Außerdem besteht ein Unterschied hinsichtlich der Bewusstheit der Absicht. Die Selbsttäuschung ist - im Unterschied zur Lüge - kaum als absichtliche und bewusste vorstellbar. Die beiden Begriffe treffen sich wieder, wenn man sie von der Wirkung her betrachtet: Der Belogene muss nicht nur getäuscht worden sein, er muss die Täuschung nachvollziehen - er muss sich selbst täuschen. Was aus philosophischer und psychologischer Sicht noch über Lüge und Selbsttäuschung zu sagen ist, verrät dieser Band.
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Rezension
»Man ist nie scharfsinniger, als wenn es darauf ankommt, sich selbst zu täuschen und seine Gewissensbisse zu unterdrücken«, schrieb François Fénelon schon 1699. »Die Lüge ist der eigentliche Fleck in der menschlichen Natur«, stellte Kant über fünfzig Jahre später fest. Was heute aus philosophischer und psychologischer Sicht über Lüge und Selbsttäuschung zu sagen ist, verrät dieser Band.
Lüge und Selbsttäuschung: Darüber kommen Philosophie und Psychologie in diesem Band miteinander ins Gespräch.