Beschreibung
Diese Arbeit zeichnet die in der Frühmoderne neu angefachte Debatte über die auszeichnenden Eigenschaften und Prozesse lebendiger Materie nach. Mittels der analytisch-experimentellen Durchdringung der organischen Körper und exemplarisch in der Frage: Was ist ein Organismus? gewinnt Leben im 18. Jahrhundert einen neuartigen wissenschaftlichen Status. Dieser verzweigte Diskurs transformiert und bildet Begriffe, die in ihrer Metaphorizität weit über das Feld der Biologie hinausreichen und bis auf den Grund moderner interpretativer Modellierungen von Gesellschaft gesunken sind. Ausgehend von den vier zentral verhandelten Begriffen Reizbarkeit, Reproduktion, Regulation und Organisation lassen sich hier auch Ansätze zu einer Vorgeschichte von Kybernetik und Systemtheorie lesen.
Autorenportrait
Der Autor: Robert Hanulak, geboren 1975 in Berlin, studierte Kulturwissenschaften, Geschichte und Politik an der Humboldt-Universität zu Berlin.
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