Beschreibung
Gesellschaftliche Multikulturalität spiegelt sich auch in Kindertageseinrichtungen wider, die von Kindern mit unterschiedlichen sozialen, sprachlichen und kulturellen Hintergründen besucht werden. Obwohl es bisher nur wenig Forschung in diesem Themenfeld gibt, wird die Situation oft pauschal nur als Herausforderung und Schwierigkeit thematisiert. Diese Arbeit untersucht sprachliche Interaktionen in multikulturellen Kindergärten im Detail und befragt sie im Hinblick auf Fragen der Verständigung. Sie ist transdisziplinär zwischen Ethnologie und Psycholinguistik angelegt und basiert auf teilnehmender Beobachtung in zwei Kindergärten, Videoanalysen von Kind-Kind-Interaktionen sowie Gesprächen und Interviews mit Erzieherinnen. Dabei zeigt sich, dass die Situation differenzierter bewertet werden muss. Denn die Kinder und Erzieherinnen nutzen vielfältige sprachliche und außersprachliche Mittel, um mit sprachlichem Nicht-Verstehen umzugehen und Verständigung zu erreichen. Heterogenität wird so als Normalfall in den Alltag integriert.
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Autorenportrait
Clara Epping studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München Psycholinguistik, Interkulturelle Kommunikation und Europäische Ethnologie. Durch Forschungsreisen und Freiwilligendienste lernte sie vor allem den Mitteleuropäischen Raum mit den Schwerpunkten Estland und Ungarn gut kennen. Zurzeit arbeitet sie mit den Schwerpunkten Multikulturalität, Migration und Mehrsprachigkeit in der Jugend- und Erwachsenenbildung sowie für die Interkulturelle Beratungsstelle der LMU.
Rezension
Das Buch eignet sich […] für Studierende frühpädagogischer und ethnologischer Studiengänge, die sich mit den Themen Mehrsprachigkeit und Multikulturalität befassen. – Christa Kieferle in: Frühe Bildung, 1/2017
Ein Buch, das den Leser_innen eine parteiische Diskussionsgrundlage zu Zuwanderung, Integration und Multikulturalismus (erster Teil) und wichtige Informationen bzw. Forschungsergebnisse zu einer umfassenden Beurteilung von Interaktionen im Kindergarten (zweiter Teil) bietet. […] der zweite Teil [bietet] Nachweise kindlicher Interaktion, die als Grundlage für eine alters- bzw. entwicklungsgemäße Sprachförderung dienen können. – Franz Dotter auf: socialnet.de