Beschreibung
Der Begriff der Solidarität, der in der Zeit nach der Französischen Revolution geprägt wurde, steht in einer spezifischen Spannung zu den liberalen Sozialtheorien des 18. Jahrhunderts. Während er in den Sozialwissenschaften, bei Comte und Durkheim, als zentrale Beschreibungskategorie arbeitsteiliger Gesellschaften fungiert, avanciert er im Solidarismus der Jahrhundertwende (u.a. bei Léon Bourgeois) zum republikanischen Legitimationskonzept des entstehenden Wohlfahrtsstaates. Im 20. Jahrhundert erlebt er dann jedoch theoretisch und programmatisch einen eigentümlichen Niedergang.Hermann-Josef Große Kracht wirft in seiner Ideengeschichte des Solidaritätsbegriffes die Frage nach einem Neustart solidaristischer Vernunft auf.
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Autorenportrait
Hermann-Josef Große Kracht (apl. Prof. Dr. phil., theol. habil., M.A.), geb. 1962, ist Akademischer Oberrat am Institut für Theologie und Sozialethik der Technischen Universität Darmstadt.
Rezension
Besprochen in:Zivilgesellschaft, 1 (2018)Bildpunkt, 51 (2019), Jens KastnerEthik und Gesellschaft, 2 (2021)
»Ein hervorragendes Buch, dessen Lektüre der Rezensent dringend empfiehlt.Das Buch ist vorzüglich lesbar geschrieben und vermittelt spannend, aber auch kritisch die Entwicklung dieses Diskurses.«