Beschreibung
Erst in den letzten Jahrzehnten begann die psychoanalytische Auseinandersetzung mit Film und Musik. Insbesondere Soundtracks von Filmen wurde bisher wenig Beachtung geschenkt. Dabei ist die Gestaltung der Tonspur wesentlich für die emotionale und ästhetische Wirkung eines Films. Im vorliegenden Band untersuchen renommierte Musikwissenschaftler und Psychoanalytiker Filmmusik von ihrer Komposition über deren Wirkung - auch der von Stille oder Geräuschen - bis hin zu ihrer Rezeption im Rahmen des audiovisuellen Gesamtkunstwerks. Zur Veranschaulichung werden zahlreiche Filmbeispiele, wie Disneys Fantasia (1940), The Shining (1980) oder The Artist (2011), herangezogen. Mit Beiträgen von Stephan Brüggenthies, Helga de la Motte-Haber, Christina Fuchs, Konrad Heiland, Johannes Hirsch, Mathias Hirsch, Matthias Hornschuh, Andreas Jacke, Irene Kletschke, Hannes König, Sebastian Leikert, Theo Piegler, Enjott Schneider und Willem Strank
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Rezension
»Das Sachbuch richtet sich in erster Linie an Filmliebhaber, die begreifen und erforschen wollen, wie Bilder und Klänge dazu beitragen, uns in andere Welten zu entführen.«
Verena Liebers, Eppendorfer – Zeitung für Psychiatrie 11/2014
»Die interdisziplinären Annäherungen, pendelnd zwischen Psychoanalyse, Filmtheorie und Musikwissenschaft, widmen sich sowohl Einzelstudien wie auch thematischen Überblickstexten.«
Senad Halilbasic, RAY 11/2014
»Hier widmet man sich ausführlich der Untersuchung von Kompositionen, von Wirkung der Musik, aber auch der Stille, die auf ihre ganz eigene Art und Weise ebenfalls zum Soundtrack eines Films beitragen kann.«
Denis Sasse, filmtogo.net, 30. Oktober 2013
»Der Psychosozial-Verlag hat wieder einmal ein rundum gelungenes Buch veröffentlicht, das nicht nur den wissenschaftlich Interessierten zugänglich sein sollte, sondern auch den vielen Kino-Freaks, die sich hier mit den unbewussten filmischen und musikalischen Aspekten und Wirkungsweisen des Films auseinandersetzen wollen; der Band ist trotz seines hohen fachwissenschaftlichen Niveaus sehr gut lesbar und verständlich geschrieben; die vielen Filmbeispiele illustrieren plastisch und eindrucksvoll die psychoanalytischen Thesen und die Rolle der Tonspur. (...) Ein Muss auch für jeden Kino-Fan!«
Klaus Ludwig Helf, www.saarkurier-online.de am 10. April 2014
Inhalt
Inhalt
Vorwort
Einige Gedanken zur Wirkung und Funktion von Musik im Film
Mathias Hirsch
Von der Musik der Bilder
Ein Versuch zur ästhetischen Form der Filmkunst
Sebastian Leikert
Musik und Stille im Film
Johannes Hirsch
Stummfilm – ein audiovisuelles Medium. Notwendigkeit musikalischer Begleitung zum bewegten Bild
Helga de la Motte-Haber
Mit Hingabe zum Schaudern
Über das Unheimliche in der Musik von Die neun Pforten (1999)
Hannes König
Why so serious?
Filmmusik als Miterzähler in Christopher Nolans The Dark Knight (2008)
Matthias Hornschuh
Markierungen des Irrealen
Zur Andeutung alternativer Realitätszustände durch Filmmusik
Willem Strank
Todesrezeptionen
Händel und Wagner in Lars von Triers Antichrist (2009) und Melancholia (2011).
Andreas Jacke
Die Hochzeit von Ton und Bild bei David Lynch, die Tonspur als eigenständiges Kunstwerk bei Jean-Luc Godard
Konrad Heiland
Tonspuren im Schnee
Zur Filmmusik von Stanley Kubricks The Shining (1980)
Konrad Heiland
Rettungsfantasien in Bild und Ton
Psychoanalytische Betrachtung über die Filme Vertigo (Hitchcock 1958) und The Artist (Hazanavicius 2011)
Konrad Heiland & Theo Piegler
Gemalte Träume
Walt Disneys Fantasia (1940)
Irene Kletschke
Schicksal und Zufall, Schuld und Reue
Die Musikdramaturgie von Magnolia (1999)
Stephan Brüggenthies
Filmmusik – Traumarbeit in surrealer Welt
Ein persönlicher Bericht aus der Komponistenwerkstatt
Enjott Schneider
Auf der Transsib
Zur Vertonung eines Dokumentarfilms über die Transsibirische Eisenbahn
Interview mit der Musikerin und Komponistin Christina Fuchs (Mai 2012)
»Mimique« – durch den Körper verbildlichte Musik im Film: David Bowie und Marilyn Monroe
Andreas Jacke
Autorinnen und Autoren