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Moderne Autorschaft (m/w), Literatur- und Mediengeschichte der Moderne 9

Erschienen am 11.04.2022, 1. Auflage 2022
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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783847114161
Sprache: Deutsch
Umfang: 587 S., 15 Fotos
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

Was ist eine Autorin? Um 1900 etabliert sich mit dem Konzept namens Frauendichtung ein Aufschreibesystem, das die Frage weiblicher Autorschaft - und kontrastiv: männlicher Autorschaft - grundsätzlich aufwirft. Dieses an der Schwelle zur Moderne als überzeitliches Wissen behauptete Frauendichtungsparadigma ist von der Forschung bislang allenfalls kursorisch erfasst worden. Es steht im Zentrum der Untersuchung, die seine - und sei es als implizites Wissen - erstaunliche Persistenz bis in die Gegenwart nachweist. Die Studie schließt mit einer Analyse gegenwärtiger Verhandlungen geschlechtlich codierter Autorschaft und Kanonizität. Methodologisch rekurriert sie auf Verfahren der Diskurs- und Mythenanalyse, der Paratextualitätstheorie und der Praxeologie.What is a woman author? The early 20th century saw the emergence of a new concept, Frauendichtung (women's writing), a mode of discourse that fundamentally reframed the question of female-and thus also, by contrast, of male-authorship. The paradigm of women's writing as it emerged on the threshold to modernity, when it was associated with a kind of timeless knowledge, has been at best cursorily treated in extant scholarship. It is at the focus of the present study, which traces its astonishing longevity-if only at the level of implicit knowledge-up until the present day. The book concludes with an analysis of current debates on gender, authorship, and canonicity. Methodologically, it draws on techniques of discourse and myth analysis, paratext theory, and praxeology.

Produktsicherheitsverordnung

Hersteller:
Vandenhoeck & Ruprecht
ute.schnueckel@brill.com
Theaterstraße 13
DE 37073 Göttingen

Autorenportrait

Dr. Ursula Geitner studierte Germanistik, Romanistik und Philosophie in Kiel, Hamburg und Bielefeld. Sie lehrt Neuere deutsche und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Bonn.

Rezension

Das an der Schwelle zur Moderne als überzeitliches Wissen behauptete Frauendichtungsparadigma ist von der Forschung bislang allenfalls kursorisch erfasst worden. Es steht im Zentrum der Untersuchung, die seine – und sei es als implizites Wissen – erstaunliche Persistenz bis in die Gegenwart nachweist. Die Studie schließt mit einer Analyse gegenwärtiger Verhandlungen geschlechtlich codierter Autorschaft und Kanonizität. Methodologisch rekurriert sie auf poststrukturalistische Verfahren der Diskurs- und Mythenanalyse, der Paratextualitätstheorie und der Praxeologie.

Um 1900 entsteht ein sowohl für Autorinnen als auch Autoren maßgebliches Aufschreibesystem, das – wie die Studie zeigt – bis in die Gegenwart hinein wirksam ist.

Schlagzeile

Um 1900 entsteht ein sowohl für Autorinnen als auch Autoren maßgebliches Aufschreibesystem, das - wie die Studie zeigt - bis in die Gegenwart hinein wirksam ist.

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