Beschreibung
»Wenn der Therapeut nicht spielen kann, ist er für die Arbeit nicht geeignet!« (D. W. Winnicott) Winnicott hält das Spiel für das Universale, einen Ausdruck von Gesundheit, eine Möglichkeit zu Reifung und Gruppenbeziehungen, welches die Psychoanalyse keinesfalls außen vor lassen darf. Zumindest der Therapeut muss von Beginn an spielen können und dem Kind über diesen vermittelten Schaffensprozess ermöglichen, sich lebendig statt leer zu fühlen. So haben Übergangsphänomene wie das Spielen, der potenzielle Raum und das kulturelle Leben eine interaktionelle Grundlage. Die Beiträge behandeln die verschiedensten Aspekte des Spiels: mit seiner Theorie sowie seiner Bedeutung für die gesunde Entwicklung und die Psychopathologie einschließlich der virtuellen Spielwelten. Mit Beiträgen von Martin Altmeyer, Eva Busch, Frank Dammasch, Michael Ermann, Michael Günter, Vera King, Michael Kögler, Ross A. Lazar, Caroline Neubaur und Anette Streeck-Fischer Zusatztext
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Autorenportrait
Martin Altmeyer war lange in der Gemeindepsychiatrie und Entwicklungszusammenarbeit tätig, heute in eigener Praxis. Autor und Publizist, Veröffentlichungen in Tages- und Wochenzeitungen.
Inhalt
Inhalt
Vorwort
Michael Kögler
Spiel ist Kommunikation – zum Verständnis des Spiels aus entwicklungspsychologischer und -pathologischer Sicht
Annette Streeck-Fischer
Spielen enthält alles! Spielen ist das Universale (Winnicott)
Ross A. Lazar
Identitätsspiele mit der Kamera. Medialer Narzissmus und das zeitgenössische Selbst
Martin Altmeyer
Kugelfische, Frankensteins und Oschis. Winnicotts Squiggle-Technik in der kinderanalytischen und kinderpsychiatrischen Arbeit
Michael Günter
Warum ist die Spielkompetenz von Jungen eingeschränkt? Konflikte mit der männlichen Identität bei sogenannten ADHS-Kindern
Frank Dammasch
Vernetzte Verantwortung. Spielräume für Kinder und Jugendliche entstehen aus der gemeinsamen Verantwortung der Erwachsenen
Eva Busch
Aufbruch und Enteignung im Möglichkeitsraum der Adoleszenz – Depression als Folge gegenwärtiger Generationenbeziehungen
Vera King
Mentalisierung im Übergangsraum
Michael Ermann
Zur Bedeutung des äußeren Faktors bei Winnicott – das Spiel zwischen Innen und Außen
Michael Kögler
Winnicott oder: Das Leben – ein Übergangsraum
Caroline Neubaur
Autorinnen und Autoren
Schlagzeile
Eine umfassende Einführung und Vertiefung in die theoretischen Grundlagen des Spiels, in Diagnostik, Psychopathologie und die Anwendung spielerischer Möglichkeiten in der Psychotherapie.