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Annas Staub zu Gast - Omas Wiener Dialektgedichte

Erschienen am 04.09.2022, 1. Auflage 2022
20,00 €
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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783756527861
Sprache: Deutsch
Umfang: 160 S.
Format (T/L/B): 1.4 x 19 x 12.5 cm
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

Vielmehr als "eine rhythmische Philosophie mit Humor" (Peter Wehle), sind Anna Wadsacks Gedichte in der Wiener Mundart eine rhythmische Philosophie mit Herz. Ihre Dialektlyrik ist eine Bereicherung der Mundartdichtung. Der dritte Band der Reihe "Annas Staub zu Gast" wurde in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil "hots an sin des leben. /. ziag auf den fuahaung" blicken wir in die tiefsinnig-dichterische Welt von Anna Wadsack. Welche Kraft Nelly Sachs Gedichte im Wiener Dialekt haben, erfahren wir im zweiten Teil des Gedichtbandes, "wea owa / hotn saund aus eire schuach glead.", in welchem Anna Wadsack acht Sachs Gedichte behutsam und empathisch ins Wienerische übertragen hat. Genauso achtsam wurden im dritten Teil, "gegn uns hobm sese gricht.", die Gedichte des dänischen Literaten Gustav Munch-Petersen, in der Wiener Mundart wiedergegeben. Anna Wadsack sah die Wiener Mundart als eigenständige Sprache, und schrieb, dass man in Wien zwangsläufig zweisprachig aufwächst, "leanst daham net hochdeitsch / past in da schui guat auf / an weana / dea net weanarisch kau / sicht ma des scho fon weitn au". Im Unterschied zu den Geschichten des ersten Bandes erfahren wir wenig über die äußere, alltägliche Welt der Dichterin Anna Wadsack. Ihre Gedichte führen uns meist weit tiefer, in ihr Herz und ihren Geist. Wir begegnen Kritiken, in denen Ungerechtigkeit angeklagt oder die zuckerlrosa Farbe verschmäht wird, aber auch lokalen kulinarischen Köstlichkeiten der Wiener Gasthäuser sowie Lebensweisheiten in denen jeder Mensch seine Daseinsberechtigung findet: "ka mensch / is a schablon / fon an aundan".

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Autorenportrait

Anna (Bednarik) Wadsack wurde 1913 in Wien geboren. Um ihre Familie zu unterstützen, begann sie bereits mit fünfzehn Jahren in einer Druckerei zu arbeiten, wo sie den Beruf der Buchbinderin erlernte. Mit dem Schreiben fing sie erst spät an. In vielen Geschichten, die ihre Lebenserfahrungen widerspiegeln, kann man ihre Liebe zur Natur, die sie auch auf ihre Enkelkinder übertragen hatte, spüren. Neben Erzählungen und Kurzgeschichten verfasste sie auch Gedichte. Besonders eindrucksvoll sind ihre Gedichte in der Wiener Mundart. Ins Wienerische übersetzte sie einzelne dänische sowie einige Gedichte von Nelly Sachs. Neben dem Schreiben gehörte ihre Liebe auch der Malerei. 1982, als sie den Literaturpreis der Arbeiterkammer erhielt, begann sie auch ihre Bilder öffentlich auszustellen.

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