Beschreibung
Das Zweite Rheinische Diakonissen-Mutterhaus in Bad Kreuznach war eine der letzten großen diakonischen Gründungen im 19. Jahrhundert. Stand am Anfang die Kranken- und Armenpflege, verbunden mit Kleinkinderschulen, im Vordergrund der Arbeit, so kümmerten sich die Schwestern und Brüder bald auch um 'verwahrloste' Kinder. Zudem fanden Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung Aufnahme. Schließlich kam die Fürsorge für alte Menschen und obdachlose Wanderer hinzu. Die Studie beschreibt die Entwicklung des Mutterhauses und sein Ausgreifen auf fast alle diakonischen Arbeitsfelder. Durchgängig wird der jeweilige politische, wirtschaftliche und kulturelle Kontext berücksichtigt, aus dem die heutige Stiftung kreuznacher diakonie hervorgegangen ist. Zusatztext
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Autorenportrait
Dr. Ulrike Winkler (* 1966), Studium der Politik-, Rechts- und Erziehungswissenschaften, lebt und arbeitet freiberuflich in Trier. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Diakoniegeschichte, zur Zeitgeschichte und Sozialgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. www.schmuhlwinkler.de
Rezension
Von den Anfängen des Diakonissenmutterhauses, das gezielt im ländlichen Raum der südlichen Rheinprovinz ins Leben gerufen wurde, bis zum modernen diakonischen Konzern wird die Geschichte der kreuznacher diakonie beschrieben und eingeordnet. Ulrike Winkler verbindet eine institutionengeschichtliche Perspektive mit der der Bewohner der Häuser, der Diakonissen und Diakone und der Anstaltsleitung und bettet diese in die Geschichte der Region ein. Dadurch ist eine veritable Studie entstanden, die von diakonie-, kirchen- und ortsgeschichtlich interessierten Lesern zur Hand genommen werden kann. Es lohnt sich.
Uwe Kaminsky, in: Jahrbuch für Evangelische Kirchengeschichte des Rheinlandes 64, 2015
Zum Jubiläum '125 Jahre Stiftung Kreuznacher Diakonie' gibt es viel zu lesen. Mehr als 400 Seiten umfasst die Dokumentation, die die Geschichte des Zweiten Rheinischen Diakonissen-Mutterhauses beschreibt, von der Gründung im Jahr 1889 bis zur 'Stiftung Kreuznacher Diakonie' in der Gegenwart. Mit beeindruckender Kompetenz beleuchtet darin Ulrike Winkler die Episoden der Entstehung dieser kirchlichen Einrichtung im Kontext der großen Entwicklungslinien von Staat und Gesellschaft. Bei aller Wissenschaftlichkeit ist es der Autorin gelungen, eine leicht lesbare Sprache zu finden, die über Fußnoten und Tabellen hinweg ihre Tendenz behält.
Fred Lex, in: Allgemeine Zeitung, 6.11.2014, Bad Kreuznach
Inhalt
Geleitwort • 11
Dank • 14
A. Einleitung • 17
B. Voraussetzungen (1883-1886) • 25
C. Die Gründung des Zweiten Rheinischen Diakonissen-Mutterhauses (1887-1889) • 43
D. Der Aufbau der Anstalt (1890-1913) • 71
1. Die Arbeit für Menschen mit geistiger Behinderung • 71
2. Die Krankenpflege • 92
3. Die Arbeit für Menschen mit körperlicher Behinderung • 110
4. Die 'Palmblätter' und der Beginn der Öffentlichkeitsarbeit • 125
5. Die Arbeit für Knder und Jugendliche • 127
6. Die Gemeindepflege • 131
7. Die Gründung der Arbeiterkolonie Niederreidenbacher Hof • 133
8. Die Gründung der Brüderschaft Paulinum • 139
Bildteil • 145
E. Erster Weltkrieg und Weimarer Republik (1914-1932) • 177
1. Im Ersten Weltkrieg • 177
2. In der Weimarer Republik • 197
F. Im Nationalsozialismus (1933-1945) • 221
1. Im 'Dritten Reich' • 221
2. Im Zweiten Weltkrieg • 263
G. Von der Nachkriegszeit zum vollentfalteten Sozialstaat (1946-1976) • 287
1. Der Wiederaufbau • 287
2. 'Die große zweite Bauperiode' • 326
3. Wanderer, Alte, Kinder • 342
4. Gewalt in den Diakonie-Anstalten
5. Das Personal • 353
6. Eine Bildungsoffensive • 365
7. Organisationsfragen • 373
H. Von der Anstalt zur Stiftung (1977-2000) • 385
I. 'Nicht aufhören anzufangen' • 419
Auswahlbibliographie • 427
Personenregister • 432 Inhaltsverzeichnis