Beschreibung
Friedrich Fröbel (1782 - 1852) gehört zu den "klassischen" deutschen Pädagogen und hat durch die Gründung des "Kindergartens" (1840) weltweite Anerkennung gefunden. Neben seiner international anerkannten Spielpädagogik der "Gaben" und der "Mutter- und Koselieder" hat F. Fröbel als Schüler J.H. Pestalozzis eine pädagogische Theorie in seinem Hauptwerk "Die Menschenerziehung" (1826) verfaßt, die auch seine Schulpädagogik enthält.
F. Fröbels Pädagogik der "Lebenseinigung" hebt wie Pestalozzi auf die Bildung aller Kräfte des Menschen ab, begründet diese aber deutlicher in einem metaphysisch-religiös gefaßten Begriff des universalen Lebens, das kategorial-strukturell erfaßt werden muß. Dieser rationalen Funktion von Unterricht geht das "ahnende" Erfassen der Lebensuniversalität durch das Kleinkind voraus.
Wenngleich F. Fröbel direkt keine Pädagogik des Erlebens vorgelegt hat, sondern seine Pädagogik die entscheidenden Impulse durch die Aufklärung erhielt, so enthält seine Erziehungstheorie doch deutliche Elemente des Konstruktiven ("Selbsttätigkeit") und des Emotionalen, die berechtigen, ihn als Vorläufer der Erlebnispädagogik zu bezeichnen.