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Normalungetüme

School Shootings aus psychoanalytisch-sozialpsychologischer Perspektive, Psyche und Gesellschaft

Erschienen am 15.10.2013, 1. Auflage 2013
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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783837922288
Sprache: Deutsch
Umfang: 200 S.
Format (T/L/B): 1.6 x 21 x 14.8 cm
Einband: kartoniertes Buch

Beschreibung

Gewalt erscheint in der öffentlichen Wahrnehmung fast immer als etwas Fremdes, das überraschend in eine friedlich-zivilisierte Welt einbricht - gerade wenn es um School Shootings geht. Während die Medien psychopathische TäterInnen, zerrüttete Familienstrukturen und soziale Randgruppen in den Mittelpunkt rücken, lenkt die Psychoanalyse die Aufmerksamkeit auf die Allgegenwart von Gewaltfantasien und mörderischen Impulsen, die in der Entwicklung des Individuums eine prominente Rolle spielen. Unter bestimmten psychosozialen Bedingungen können die zuvor sozialverträglich gehemmten Impulse, nachträglich umgeformt, erneut hervorbrechen - bei männlichen Jugendlichen insbesondere in Form von physischer Gewalt. Kritische Gesellschaftstheorien betonen, dass die kapitalistische Vergesellschaftung auf Gewalt beruht und familiäre wie schulische Sozialisationsprozesse von gewaltförmigen Macht- und Herrschaftsverhältnissen durchzogen sind. Es ist daher eine zentrale Annahme der psychoanalytischen Sozialpsychologie, dass die gesellschaftliche Normalität 'Normalungetüme' (Adorno) gebiert, die in Krisenzeiten auch zu offener Gewalt fähig sind, wie sie sich in School Shootings zeigt. Mit Beiträgen von Markus Brunner, Götz Eisenberg, Benjamin Faust, Christine Kirchhoff, Jan Lohl, Nadja Meisterhans, Rolf Pohl, Sebastian Winter und Achim Würker

Produktsicherheitsverordnung

Hersteller:
Psychosozial-Verlag
vertrieb@psychosozial-verlag.de
Walltorstr. 10
DE 35390 Gießen

Rezension

»So schließt der sehr lesenswerte Band wenig überraschend mit dem Fazit: ›Was nicht hilft, sind die Medien‹ (S. 195). Eine zuverlässige Diagnostik wird es im Vorfeld von Amok-Taten an Schulen ebenso wenig geben wie nützliche nachfolgende Erklärungen unbeherrschbarer Gewalt.« Frank Winter, PSYCHE 1/2015

Inhalt

Inhalt »Schule, Ausbildung, Arbeit, Rente, Tod« – Normalität und School Shooting Einleitung Markus Brunner & Jan Lohl Amok in Erfurt – Vor zehn Jahren ereignete sich das Massaker am Gutenberg-Gymnasium Götz Eisenberg Der Amoklauf als entfremdeter und androzentrischer Anerkennungswunsch – Überlegungen zu dem Verhältnis von neoliberaler Ideologie und verstümmelter Subjektivität Nadja Meisterhans Todestrieb und Amoklauf – Ein Übersetzungsversuch Christine Kirchhoff Scham und Gewalt in der Schule – Tiefenhermeneutische Überlegungen zum Thema School Shooting Achim Würker School Shootings als männliche »Lösung« der narzisstischen Spannung zwischen Selbstverwirklichung und Anpassung im Postfordismus Sebastian Winter Paranoide Abwehr-Kampf-Haltung und männliche Adoleszenz – Was verbindet Tim Kretschmer mit Anders Behring Breivik? Rolf Pohl Der Amoklauf von Winnenden als mediales Ereignis Benjamin Faust Autorinnen und Autoren

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